Arbeiten in Schwarzrheindorf: Sanierung der Doppelkirche ist abgeschlossen

Arbeiten in Schwarzrheindorf : Sanierung der Doppelkirche ist abgeschlossen

Nach zwei Jahren ist die Sanierung von Dachstuhl und Fassade der Schwarzrheindorfer Doppelkirche abgeschlossen. Das Gerüst ist abgebaut und das Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz.

Am meisten gelitten unter der Sanierungsbaustelle Doppelkirche haben wohl Diakon Barthel Held und seine Familie im benachbarten Pfarrhaus. Aber alle Widrigkeiten sind auf einen Schlag vergessen. Das Gerüst um die romanische Kirche ist jetzt abgebaut. „Von allen Seiten blinkt sie wie neu“, freut sich Barthel. Das soll gebührend gefeiert werden, verkündet er. Als Termin ist das Pfarrfest von St. Maria und Clemens am Sonntag, 16. September, vorgesehen.

Kosten betragen 950 000 Euro

Im Rückblick waren die rund anderthalb Jahre Baustellenbetrieb gar nicht so schlimm, räumt der Diakon ein. „Denn die Kirche musste wegen der Bauarbeiten nicht geschlossen werden. Wir konnten zum Glück Messen und Veranstaltungen abhalten.“ Hin und wieder sei der Zugang zur Kirche etwas schwierig gewesen – ein lösbares Problem. „Hauptsache, wir haben für die nächsten Jahrzehnte Ruhe.“ Nach Auskunft der Bezirksregierung, der Eigentümerin der Doppelkirche, belaufen sich die Sanierungskosten derzeit auf rund 950 000 Euro. Ursprünglich veranschlagt waren 800 000 Euro. Wie berichtet, haben die Sanierungsarbeiten im Juli 2016 begonnen. Um massive Schäden am Schieferdach und an den Außenmauern zu beheben, hatte die beauftragte Projektleitung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW in Köln die Kirche komplett eingerüstet.

Anschließend wurde die Fassade nach dem Vorbild romanischer Malerei mit einem neuen Anstrich versehen. An der Turmspitze waren laut Gutachter nur kleinere Reparaturen notwendig. Im Laufe der Arbeiten gab es jedoch böse Überraschungen, die den Zeitplan in Verzug brachten. Anders als geplant, musste auch der Dachstuhl des Mittelschiffs erneuert werden. In der Zwerggalerie wurden marode Balken entdeckt, und es stellte sich heraus, dass die gesamte Dachkonstruktion eine Verstärkung benötigt. Außerdem führte die Durchfeuchtung und damit einhergehende Versalzung des Mauerwerks immer wieder dazu, dass bereits fertige Flächen noch einmal verputzt werden mussten. Ins Stocken gerieten die Sanierungsarbeiten schließlich auch durch Schlechtwetter- und Frostperioden.

Wie der Bau- und Liegenschaftsbetrieb mitteilt, werden die restlichen Arbeiten „aller Voraussicht nach im Juli endgültig abgeschlossen sein“. Noch nicht herausgeputzt ist der unmittelbare Bereich um die Kirche – dort wo das Gerüst stand. Für das gesamte Kirchenareal wurde ein neuer Entwässerungsplan aufgestellt, damit Wasserschäden in den Grundmauern künftig nicht mehr auftreten.

Regenwasser wird abgeleitet

Das Regenwasser fließt jetzt von der Kirche weg zur Platzmitte und wird dort abgeleitet. Dazu haben die Bauarbeiter die alte Pflasterung teilweise aufgenommen. Die Steine müssen jetzt wieder verlegt werden. Nach Abschluss der Pflasterarbeiten streichen die Maler den Sockel rund um die Kirche an. Abschließend soll die Bepflanzung im Außenbereich mit Stauden und Sträuchern ergänzt und die Beleuchtung wieder in Betrieb genommen. Auf dem Kirchenvorplatz sind ein Fahrradständer und zwei Sitzpodeste vorgesehen.

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