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88 neue Eigentumswohnungen: Richtfest beim Bonava-Projekt in Bonn-Beuel

88 neue Eigentumswohnungen : Richtfest beim Bonava-Projekt in Bonn-Beuel

An der Niederkasseler Straße entstehen weitere 88 Wohnungen. So mancher zukünftiger neuer Bewohner war sichtlich ergriffen, als der Richtkranz emporgezogen wurde.

Um das Richtfest ihres künftigen Zuhauses zu feiern, waren die Eigentümer sogar aus Bielefeld und Dortmund angereist. Schon seit gut anderthalb Jahren sind die 88 Eigentumswohnungen in sechs Mehrfamilienhäusern, die der Projektentwickler Bonava baut, vergeben. Am Dienstag wurde im dritten Bauabschnitt des „Stadttors Beuel“ an der Niederkasseler Straße der Richtkranz aufgesetzt.

Dafür standen eine Weile die Bauarbeiten still. Imbisswagen, Getränkestand und dekorierte Partytische waren auf der funktionalen Baustelle ein ungewöhnliches Bild. Die künftigen Eigentümer waren sichtlich ergriffen, als der Richtkranz emporgezogen wurde. Die traditionellen Segenswünsche für Haus und Bewohner wurden allerdings nicht vom Zimmermann gesprochen. „Da wir ein Flachdach bauen, muss unser Polier diese Aufgabe übernehmen“, erläuterte Bonava-Projektleiter Daniel Korschill.

Wohnraum für rund 700 Menschen

Vier Richtfeste in vier Jahren – die Quartiersentwicklung an der Kreuzung Sankt Augustiner/Niederkasseler Straße findet ihren vorläufigen Abschluss. Mit den 88 Wohnungen, die in den kommenden zwei Jahren bezugsfertig sein sollen, habe man im gesamten Quartier Wohnraum für rund 700 Menschen geschaffen, so Korschill. Er war von der großen Nachfrage überrascht. „Selbst viele Beueler aus der Nachbarschaft haben Wohnungen gekauft und wollen umziehen.“

Als erstes wurde der mittlere Gebäuderiegel mit der Front zur Niederkasseler Straße fertig. In vier Mehrfamilienhäusern sind 77 Mietwohnungen entstanden. Kurz vor der Fertigstellung ist das markante „Stadttor Beuel“. Rechts und links von einem transparenten Glaskörper nach den Plänen des Bonner Architekten Jan van Dorp. gruppieren sich rund 80 Businessapartments. Die Idee für möblierte Wohnungen hatte Korschill nach Analyse des Bonner Immobilienmarktes. „Tausende Pendler kommen täglich aus Orten, die mehr als 60 Kilometer von Bonn entfernt liegen. Der Arbeitsmarkt wird flexibler, der Arbeitgeber häufiger gewechselt. Deshalb sind kleinere Wohnungen gefragt.“ Der hintere Gebäudezug entlang des Bröltalbahnwegs mit 43 hochwertigen Eigentumswohnungen ist bereits bezogen.

Besonderheit des aktuellen Baufelds sind die geplanten Gärten auf der Rückseite. „Für lieblos angelegte Spielplätze und langweilige Grünanlagen, die zu Hundewiesen verkommen, gibt es vielerorts Beispiele“, so Korschill. „Unsere Idee ist, den Bewohnern neben den Gemeinschaftsflächen kleine Obst- und Gemüsegärten im Sinne des Urban Gardening zur Verfügung zu stellen.“

Geht es nach Korschill, würde Bonava auch die angrenzende Fläche Richtung Schwarzrheindorf bebauen. „Wir sind in Verhandlungen. Das ist noch nicht soweit.“