Flächen für Handwerk und Produktion: Pützchen bekommt bald neuen Büro- und Gewerbepark

Flächen für Handwerk und Produktion : Pützchen bekommt bald neuen Büro- und Gewerbepark

Auf dem Areal zwischen Siegburger Straße und der Autobahn 59 in Pützchen sollte zunächst ein Technologiepark entstehen. Jetzt sollen stattdessen Handwerksbetreibe und Produktion auf das Gelände ziehen. Die Stadt will die Flächen ab Frühjahr vermarkten.

Im Frühjahr 2019 will die Stadt Bonn mit der Vermarktung des Büro- und Gewerbeparks Pützchen beginnen. Das geht jedenfalls aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2018 hervor. Die Stadt Bonn arbeitet derzeit an der erneuten Änderung des Bebauungsplans für das rund elf Hektar große Gelände zwischen Gesamtschule und Autobahn 59.

Auf den ehemaligen Wissenschaftspark folgt nun der Büro- und Gewerbepark. Die NRW.Urban wird die Grundstücke für die Stadt treuhänderisch vermarkten. Von der Siegburger Straße aus wird ein Kreisel in das Gelände führen. In Richtung Osten (Gesamtschule/Therapiezentrum) sollen Büros und Praxen angesiedelt werden, in Richtung Westen (Autobahn) ist Gewerbe geplant.

Sobald alle erforderlichen externen Fachgutachten vorliegen, wird den politischen Gremien eine entsprechende Beschlussvorlage zur Beratung vorgelegt. Nach der Diskussion in den Fachausschüssen wird der Bebauungsplan 8024-20 „Büro- und Gewerbepark“ erneut öffentlich ausgelegt, damit die Bürger einen Einblick in die Planunterlagen erhalten. Die erneute Offenlage ist unter anderem erforderlich geworden, weil die Stadt Bonn wegen der zunehmenden Starkregenereignisse in der jüngsten Vergangenheit die Entwässerung des Geländes anpassen musste.

Gefragt nach der Anzahl der Grundstücke im Büro- und Gewerbepark, antwortete Marc Hoffmann, Vizepressesprecher der Stadt Bonn: „In dem Gebiet werden Gewerbeflächen in einer Größenordnung von circa elf Hektar zur Vermarktung stehen. Etwa 50 Prozent der Flächen sind für die Ansiedlung von Büronutzung vorgesehen, die übrigen 5,5 Hektar für die Ansiedlung von Handwerk und produzierendem Gewerbe. Mögliche Grundstücksgrößen belaufen sich ab ungefähr 1000 Quadratmeter aufwärts.“ Da die Vermarktung nach Auskunft der Stadt Bonn weitgehend nutzerbezogen erfolgen soll, könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage getroffen werden, wie viele Unternehmen künftig in dem Gewerbegebiet angesiedelt werden können beziehungsweise wie viele Grundstücke es in dem Gebiet künftig geben wird.

Städtebauliches Ziel des Bebauungsplans ist eine Kombination aus Gewerbegebiet für Handwerk und Produktion sowie Bürostandort für Dienstleister – zum Beispiel aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, elektronische Datenverarbeitung, technische Berater und Backoffices. Zu den Grundstückspreisen kann die Stadt Bonn derzeit noch keine Auskunft geben.

„Der Büro- und Gewerbepark Pützchen ist von besonderer Bedeutung für unseren Stadtbezirk. Die Vermarktung lässt schon viel zu lange auf sich warten. Mir sind diverse Beueler und Bonner Unternehmen bekannt, die wirklich sehr dringend – und ganz konkret auf dieser Fläche – auf Erweiterungsmöglichkeiten für ihre Betriebe warten, um nicht aus Bonn abwandern zu müssen“, erklärte Guido Déus dem GA. Der Beueler Bezirksbürgermeister erwartet daher bei einer Vergabe der Grundstücke eine Privilegierung der ansässigen Unternehmen zu deren Bestandssicherung. „Nicht zuletzt erhoffe ich mir durch die Umsetzung des Büro- und Gewerbeparks auch zusätzliche Schützenhilfe, um die geplante Schließung der Autobahnanschlussstelle Pützchen hoffentlich verhindern zu können und um der Notwendigkeit des großen Kreisels auf der Bundesstraße 56 in Höhe der Firma Kautex Nachdruck zu verleihen, um die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Straße verbessern zu können“, sagte der Politiker.

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