Bürgerverein Roleber-Gielgen: Peter Pollmann ist Vorsitzender auf Zeit

Bürgerverein Roleber-Gielgen : Peter Pollmann ist Vorsitzender auf Zeit

Peter Pollmann ist ein Vorsitzender auf Zeit: "Sobald sich jemand findet, der den Bürgerverein dauerhaft leiten kann und will, möchte ich mich gerne wieder aus dem Amt zurückziehen", erzählt der rührige Rentner, der mit seiner Frau in einem Häuschen "Om Berg" lebt.

Und dabei hat Pollmann erst Anfang März den Vorsitz des Bürgervereins Roleber-Gielgen mit seinen 160 Mitgliedern übernommen. Oder besser gesagt wieder übernommen, denn der Pfarrer im Ruhestand stand dem Bürgerverein bereits von 2001 bis 2009 vor. Nachdem die bisherige Vorsitzende des 1966 gegründeten Vereins, Helene Schatz-Leckband, die dem Verein auch in Zukunft als Kassiererin erhalten bleiben wird, das Amt aus familiären Gründen zur Verfügung stellen musste, wurde Pollmann auf der letzten Jahreshauptversammlung des Vereins erneut gewählt.

"Der Verein war in einer schwierigen Lage: Wir haben zwar aktive Mitglieder, uns fehlten aber Menschen, die den Verein führen. Da bin ich noch einmal in die Bresche gesprungen", so Pollmann, der sich lange Jahre außer für den Bürgerverein auch in der Kommunalpolitik und bei Attac engagiert hat. "Wir haben jetzt aber junge Leute im Vorstand, die mich an der Spitze ablösen - 2016 sehe ich mich nicht mehr in diesem Amt, dann will ich mich wieder verstärkt meinen Hobbys Musik, Literatur und Kanufahren widmen." Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Jens Töpert gewählt, zum Schriftführer Klaus Roth, als Beisitzer Konrad Löhlein, Barbara Küppers und Sabine Hundertmark.

Vielen Beuelern ist Pollmann sicher noch aus seiner aktiven Zeit als Seelsorger in Erinnerung: Nach einer Station in Duisburg war der 79-Jährige mehr als 30 Jahre Pfarrer im Pfarrbezirk Beuel-Süd.

"Die Pläne zur Ortsentwicklung kritisch zu begleiten und den Neubau der Schule Om Berg zu fördern - hier sehe ich im Augenblick unsere wichtigsten Aufgaben", so Pollmann, der aus erster Ehe vier Kinder hat und zusammen mit seiner zweiten Frau, die ebenfalls fünffache Mutter ist, auf die stolze Zahl von 19 Enkeln kommt.

Der Bürgerverein organisiert einen Seniorenadvent, diverse Ausflüge und Museumsbesuche, das Spielplatzfest sowie im Wechsel mit dem Bürgerverein Hoholz den Martinszug. Außerdem bezieht der Verein klar Stellung gegen den Ennertaufstieg.

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