Mehr Kapazitäten für Gespräche mit Patienten: Palliando kooperiert mit Beueler Hospizverein

Mehr Kapazitäten für Gespräche mit Patienten : Palliando kooperiert mit Beueler Hospizverein

Der ambulante Palliativpflegedienst Palliando arbeitet ab sofort mit dem Hospizverein, der die psychosoziale Begleitung der Patienten übernimmt. Jetzt wurde eine Vereinbarung unterzeichnet.

Der neue ambulante Palliativpflegedienst Palliando hat seine Arbeit aufgenommen und ist aktiv in die Pflege eingestiegen. Am Dienstag hat Palliando eine Kooperationsvereinbarung mit dem Beueler Hospizverein unterzeichnet, der unter anderem auch mit der Diakonie und der Caritas kooperiert.

Palliando betreut in der ersten Woche seines Dienstes bereits fünf Personen, die zu Hause oder auch in betreuten Wohnformen ambulant gepflegt werden. Dabei werden neben der Grundpflege sowohl hauswirtschaftliche Leistungen vom Reinigen bis zur Zubereitung von Mahlzeiten übernommen als auch Beratungsgespräche angeboten. „Was genau die Menschen brauchen, ergibt sich meistens in den Gesprächen oder während der Pflege“, sagt Alexander Sieben, Pflegedienstleiter bei Palliando. „Uns ist es wichtig, dass wir nicht nur auf die Uhr schauen, sondern für die Menschen da sind“, ergänzt Brigitte Barbera, Palliando-Geschäftsführerin. Die Kapazitäten für Gespräche seien jedoch begrenzt, weshalb der Pflegedienst jetzt auf den Beueler Hospizverein zugegangen sei. „Wir begrüßen die neue Kooperation und stellen Palliando 15 unserer Ehrenamtlichen zur Verfügung, die psychosoziale Begleitung übernehmen“, erläutert Sylvia Link vom Beueler Hospizverein. Die Kooperation ermögliche es Palliando, als ambulanter Palliativpflegedienst zu arbeiten und Ehrenamtliche in seine Arbeit mit einzubeziehen, hieß es.

Die Kooperation bedeutet Vermittlung auf beiden Seiten: Wenn jemand Pflegebedarf hat, vermittelt der Hospizverein an Palliando; wenn Betreuer gesucht werden, meldet sich Palliando beim Hospizverein, der mit 300 Mitgliedern der größte ökumenische Verein in Beuel ist und seit 2002 schwerstkranke und sterbende Menschen im häuslichen Umfeld betreut.

Hatte der Hospizverein vor 16 Jahren mit 13 Ehrenamtlichen angefangen, kann der Verein mittlerweile auf einen Pool von 60 Personen zurückgreifen, die in hospizlicher Begleitung im gesamten Stadtbezirk aktiv sind. „Viele unserer ehrenamtlichen Helfer sind bereits von Anfang an dabei“, berichtet Link. Gemeinsam mit Andrea von Schmude teilt sie die ihnen zur Verfügung stehenden Helfer ein. Bevor sie die Ehrenamtlichen an die Patienten vermitteln, führen die beiden Damen erst einmal selbst einen Hausbesuch durch: „Dabei schauen wir, was der Patient braucht und welche ehrenamtlichen Helfer dies übernehmen könnten“, erklären sie. Wer für den Hospizverein tätig ist, hat bereits vor dem ersten Hausbesuch eine umfassende Ausbildung durchlaufen – 80 bis 100 Stunden Weiterbildung in Theorie und Praxis.

Weitere Infos gibt es im Hospizbüro unter 0228/4 22 43 44.