Zwei Publikumsmagneten fallen krankheitsbedingt aus: Ohne Uhu und Jagdhunde beim Beueler Jägertag

Zwei Publikumsmagneten fallen krankheitsbedingt aus : Ohne Uhu und Jagdhunde beim Beueler Jägertag

Die Besucher nutzten am Samstag die Einladung zum Forsthaus vor allem zum Weihnachtsbaumkauf. 350 Nobilis- und Nordmanntannen hatte man herbeigeschafft, die viele Abnehmer fanden.

Stolz stapften Kjell, Frederick und Jonathan mit ihrem Weihnachtsbaum in Richtung Ausgang – dorthin, wo die Tanne dann ins Netz gepackt wurde. Der Baum war annähernd so groß wie die drei zusammen, und deshalb war es für die drei Jungs eine besondere Leistung, ihn zu Dritt zu transportieren. Jonathans Mutter Miriam Klein musste den Baum noch bezahlen. „Dann ziehen wir ihn mit dem Bollerwagen nach Hause.“

Sie hatte es nicht weit vom Gelände des Forsthauses Hardt am Waldrand von Niederholtorf. Dort fand am Samstag wieder der Beueler Jägertag statt, auf dem Revierförster Bernd Sommerhäuser und seine Mitarbeiter auch frisch geschnittene Weihnachtsbäume „aus unseren FSC-zertifizierten Flächen“ verkauften: alles regional angepflanzt, naturbelassen und ohne Gift. 350 Nobilis- und Nordmanntannen hatte man herbeigeschafft, die viele Abnehmer fanden.

Daneben war die Rollende Waldschule aufgebaut. Der Hegering Beuel, der sein neues Banner der Öffentlichkeit präsentierte, hatte wieder einen Informationsstand über um den Wald und seine Tiere aufgestellt. Man konnte Fleisch vom Wild kaufen und Wildbratwürste probieren.

Dort bediente sich auch Miriam Klein. „Der Geschmack ist schon kräftiger“, fand sie. Sie hatte auch Wildfleisch für die Feiertage gekauft: Dann wird es bei ihr zu Hause Hirschgulasch zu Weihnachten geben.

Zukunft der Uhu-Schau ungewiss

Vormittags spielten die Jagdhornbläser des Hegerings auf, aber das blieb in diesem Jahr ihr einziger Auftritt. Früher waren sie auch immer nachmittags gekommen, um dem Publikum Jagdhornsignale vorzuführen, aber das hatten sie sich in diesem Jahr gespart.

Der Grund lag darin, dass gleich zwei Publikumsmagneten krankheitsbedingt ausfielen: Weder war Falknerin Barbara Huhn mit ihrem Uhu gekommen noch konnte die Jagdhund-Vorführung stattfinden. Die Besucher kamen deshalb weitgehend zum Weihnachtsbaumkauf und waren danach schnell wieder weg.

Auch Sommerhäuser fühlte sich leicht angeschlagen, das war aber kein Grund, nicht zu kommen. Wie lange man die Uhu-Schau in den nächsten Jahren noch anbieten werde, konnte er noch nicht sagen. „Die Idee ist endlich.“ Denn der logistische Aufwand, den Uhu aus Hellenthal zu holen, sei schon recht hoch und für den Greifvogel anstrengend.

Der Förster machte ein wenig Werbung für das Wildfleisch. Das schmecke auch auf dem Grill richtig gut. „Man kann ja jetzt schon mal an den Sommer denken“, sagte Sommerhäuser. Auf Anfrage könne man das biologisch erzeugte Fleisch auch von ihm bekommen.