Franz-Elbern-Stadion in Beuel: Oberbürgermeister Ashok Sridharan schießt als erster

Franz-Elbern-Stadion in Beuel : Oberbürgermeister Ashok Sridharan schießt als erster

Der neue Platz im Franz-Elbern-Stadion ist eingeweiht. Mitglieder der JSG Beuel und SV Beuel 06 halfen beim Umbau. Traditionself der Kölner Geißböcke siegt mit 18:3 gegen Beueler Auswahl.

Überschwemmungen, kraterähnliche Löcher im Boden, Schürfwunden und eine braune Brühe beim Waschen der Trikots – das war lange Zeit Alltag für die Fußballer der JSG Beuel und des SV Beuel 06. Dank des neuen Kunstrasens, der am Samstag offiziell eingeweiht wurde, gehört das alles nun der Vergangenheit an. Das neue Geläuf wurde zwar bereits im vergangenen November nach langen Querelen fertiggestellt, die feierliche Eröffnung fand aber erst jetzt statt.

Besser spät als nie, wird man sich im Verein denken, denn ursprünglich lag der Tennenplatz im altehrwürdigen Franz-Elbern-Stadion aus dem Jahr 1936 auf Platz 1 der Prioritätenliste. Nach einer Umgewichtung der Kriterien hatte man sich aber plötzlich deutlich weiter unten wiedergefunden.

So hatte man fast fünf Jahre auf den 750.000 Euro teuren Umbau des Platzes und der Tribünen am Naturrasenplatz warten müssen. Innerhalb von nur fünf Monaten wurden die Baumaßnahmen dann aber auch dank der Hilfe vieler Freiwilliger realisiert.

Vereine fürchten um ihre Attraktivität

„Die Kinder erwarten mittlerweile eine gewisse Infrastruktur“, sagte Herbert Nöllgen, Vorsitzender der JSG Beuel, mit Blick auf das neue Schmuckstück des Vereins mit seinen mehr als 400 aktiven Mitgliedern. Heißt auch: Hätte man noch länger auf den Kunstrasen und damit auf die Möglichkeit, das ganze Jahr über trainieren zu können, warten müssen, wäre man wohl bald nur noch ein Anlaufpunkt für den Breitensport gewesen.

So aber konnte Oberbürgermeister Ashok Sridharan den offiziellen Anstoß zum Spiel der eigenen U17 gegen die gleichaltrige Bundesligavertretung des 1.FC Köln vornehmen. Danach traf als Höhepunkt eine Traditionself des SV Beuel 06, der andere Verein, der mit seinen vier Seniorenmannschaften den Platz nutzt, auf die Traditionself der Geißböcke. Man trennte sich 3:18. Sridharan betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Sports als spielerischer Vermittler eins Sozialverhaltens.

"Asche hat in manchen engen Spielen beflügelt"

Doch eine gewisse Wehmut überkam den einen oder anderen Spieler nach langen Jahren auf der der roten Erde dann doch. „Die Asche hat einen in manchen engen Spielen schon beflügelt. Für den Verein ist der Kunstrasen aber natürlich eine riesige Bereicherung“, meinte Stefan Peters vom SV Beuel 06. Bei den jüngeren Ballkünstlern sah das jedoch etwas anders aus, hier wurde dem Tennenplatz keine Träne nachgeweint.

„Auf Kunstrasen macht es viel mehr Spaß“, sagte der elfjährige Shahin. Der Ball laufe ohne die ganzen Hubbel viel besser und vor allem für den Torwart sei der weiche Untergrund natürlich toll.

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