Ausbau der A59: OB setzt sich in Berlin für Lärmschutz in Vilich-Müldorf ein

Ausbau der A59 : OB setzt sich in Berlin für Lärmschutz in Vilich-Müldorf ein

In der Ausbauplanung des Bundes zur Verbreiterung der Autobahn 59 fehlt ein 800 Meter langes Teilstück im Beueler Nordosten.

Die Bezirksvertretung Beuel hat in ihrer jüngsten Sitzung Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) einstimmig per Beschluss aufgefordert, sich für eine Verlängerung des Lärmschutzes entlang der Autobahn 59 in Höhe von Vilich-Müldorf einzusetzen. Der OB soll Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schriftlich bitten, bei dem geplanten sechsspurigen Ausbau der A59 zwischen dem Autobahndreieck Bonn-Nordost und dem Autobahnkreuz Bonn-Ost für das nördliche Ausbauende ebenfalls einen Sicherheitsstreifen und einen Lärmschutz am Fahrbahnrand in Auftrag zu geben.

Laut Planung endet die Ausbaustrecke rund 800 Meter vor dem Autobahndreieck in Höhe von Vilich. Die Bezirksvertretung Beuel hat sich aufgrund eines Bürgerantrags des Bürgervereins Vilich-Müldorf mit dem Thema beschäftigt und dem Ansinnen der Antragsteller zugestimmt.

Der Bürgerverein Vilich-Müldorf hatte im März seine Aktivitäten beim Thema Lärmschutz entlang der Autobahn 59 deutlich intensiviert. Bei einem Ortstermin trafen sich Mitglieder des Vereinsvorstands mit dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) an der nordwestlichen Ortsgrenze, um ihm den "ohrenbetäubenden" Lärm vor Ort vorzustellen.

Ulrich Kelber zeigte sich seinerzeit beeindruckt: "Vilich-Müldorf und Geislar sind die lärmbelastetsten Ortschaften im Stadtbezirk Beuel. Die Menschen, die dort leben, müssen den Verkehrslärm von Straße, Schiene und Luftraum ertragen." Kelber sagte dem Bürgerverein seine Unterstützung zu und versprach, seine beiden Bonner Kolleginnen im Bundestag, Claudia Lücking-Michel (CDU) und Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen), für einen gemeinsamen Vorstoß in Sachen Lärmschutz zu gewinnen.

Allerdings wissen alle Beteiligten, dass die Realisierung des langjährigen Wunsches zwar durch den Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan erstmals möglich geworden ist, aber dass der Baubeginn noch einige Jahre dauern kann. Grund: Für den sechsspurigen Ausbau des etwa 800 Meter langen Teilstücks der A59 zwischen der Anschlussstelle Vilich und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost ist ein eigenes planungsrechtliches Verfahren durchzuführen - mit dem noch gar nicht begonnen worden ist.

Die Ausbauabschnitte der A59 in Richtung Süden bis zum Autobahnkreuz Bonn-Ost und in Richtung Norden bis zum Kreuz Sankt Augustin sind unabhängige, eigenständige Planverfahren, die schon deutlich weiterentwickelt worden sind.

"Es ist wirklich unverständlich, dass dieser Lückenschluss nicht in den beiden anderen Planungen berücksichtigt worden ist. Es wäre einfach und auch nachvollziehbar gewesen, den fehlenden Lückenschluss im Lärmschutz von der Brücke der B56 bis zum Dreieck Bonn-Nordost in die beiden laufenden Planungen aufzunehmen", erklärte Bürgervereinsmitglied Franz Emde bei dem Ortstermin.

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