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Beuler Osten: Neustart für Gewerbepark an der A 59

Beuler Osten : Neustart für Gewerbepark an der A 59

Die Stadt Bonn unternimmt einen zweiten Anlauf zur Bebauung der elf Hektar großen Freifläche an der Autobahn 59 im Beueler Osten. Der Wirtschaftsausschuss hat die Umplanung in seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgesegnet.

Das gab Bonns Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe beim Messe-Talk der GA-Immobilienbörse bekannt.

Die seit den 1990er Jahren als "Juwel" und "Rohdiamant" bezeichnete Fläche sollte ursprünglich als Wissenschaftspark mit hochkarätigen Firmen bestückt werden. Doch daraus wurde nichts: Wie die Stadt Bonn seinerzeit bestätigte, gab es auf Investorenseite kaum Interesse an dem Areal.

Vor rund fünf Jahren setzte bei der Stadt ein Umdenken ein. Gutachter schlugen eine Umnutzung der Flächen vor. Das Wort "Wissenschaft" wurde gestrichen und das Areal in "Büro- und Gewerbepark" umbenannt. Wegen der Nutzungsänderung musste auch der rechtskräftige Bebauungsplan überarbeitet werden. Die Neufassung liegt nun den politischen Gremien zur Beratung vor. Heute beschäftigt sich der Umweltausschuss mit dem Thema. Es folgen die Bezirksvertretung Beuel (23. September) und danach der Planungsausschuss.

Die NRW.Urban soll die Flächen, die zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme "Wohn- und Wissenschaftspark Bonn/Sankt Augustin" zählen, im Auftrag der Bundesstadt treuhänderisch vermarkten. Durch eine flexible Parzellierung der Grundstücke sollen jetzt Investoren angelockt werden. Angedacht sind Grundstücksgrößen ab 800 Quadratmeter Fläche.

"Wir wollen das Vorhaben jetzt zügig realisieren, weil Bonn dringend Gewerbeflächen benötigt", erklärte Victoria Appelbe. Nach Auskunft der Bonner Wirtschaftsförderin ist daran gedacht, in die nähere Umgebung der Gesamtschule und des Therapiezentrums Büros und sogenanntes kleinteiliges, leises Gewerbe anzusiedeln. Zwischen diesem Areal und der Autobahn 59 sind Grundstücke für klassisches, produzierendes Gewerbe geplant. Auch Hermann Tengler, Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises, verspricht sich von der Umnutzung neue Impulse für die Region.