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Bau in Vilich: Neuer Betriebshof für Gärtner

Bau in Vilich : Neuer Betriebshof für Gärtner

Bis zum ersten Spatenstich für den Ausbau der S-Bahnlinie 13 ist es noch ein wenig hin. Im Hintergrund allerdings laufen schon notwendige Projekte. Wenn die Bauarbeiten, voraussichtlich im Frühjahr 2017, starten, muss die Strecke frei sein. Große Verkehrsänderungen gibt es im Bereich Vilich.

Neben Bahnübergängen muss zum Beispiel der Betriebshof des Gartenmeisterbezirks Beuel-Nord an der Gerhardstraße weichen. Denn dort, wo Gärtnermeister Walter Maucher und seine Kollegen ihre Geräte stehen haben, soll später eine neue Straße samt kombiniertem Fuß- und Radweg entstehen.

Gerade hat sich der Rat für einen Neubau entschieden, ein Besuch vor Ort zeigt, warum. "Die Türen sind zum Beispiel viel zu schmal für neue Maschinen", sagt Ulf Rüffer, bei der Stadt Bonn zuständig für den Bereich Friedhöfe. Die Lagerhallen sind teils in einem schlechten Zustand. "Als kostengünstigste Variante kommt nur ein Neubau in Betracht", sagt Rüffer.

Und im Gegensatz zu manch anderem Projekt liegt die Lösung direkt um die Ecke. "Wir können auf die Erweiterungsfläche des Friedhofs Platanenweg hinter dem Baumarkt “Bauhaus„ zurückgreifen", erklärt der Sachgebietsleiter. Hier habe es zum einen noch keine Bestattungen gegeben. Zum anderen müsse man Flächen dieser Größenordnung nicht mehr unbedingt freihalten, da die Bürger immer mehr auf alternative Bestattungsformen setzen würden.

Der neue Betriebshof wird eine Fläche von 2700 Quadratmetern haben. Ebenfalls eine Verbesserung für die Mitarbeiter. Bislang müssen sie alles auf 1200 Quadratmetern lagern. "Die Mitarbeiter kümmern sich zum Beispiel um Friedhöfe, Verkehrsgrün, Schulen, Kindergärten und Spielplätze", führt Rüffer aus. Künftig können Bagger, Lastwagen und andere Fahrzeuge alle im Gebäude geparkt werden. Dieses ist 7,50 Meter hoch und etwa 20 mal 50 Meter groß. Die Kosten für den Neubau inklusive Abriss des alten Gebäudes beziffert die Stadt mit rund einer Million Euro. 300 000 Euro sollen durch einen Zuschuss der Bahn gedeckt werden. Der Eigenanteil der Stadt liegt somit bei rund 700 000 Euro.

Bis April 2017 muss die Halle stehen, weshalb Rüffer gerne im Spätsommer 2016 loslegen würde: "Zunächst aber muss die Ausschreibung raus." Erst dann könne man sich zur Bauweise äußern. Bislang schwebt ihm eine Trapezblechhalle vor.

Maucher und seine Leute haben schon Vorarbeit geleistet: Grüne Schutzzäune auf der Wiese hinter "Bauhaus" sollen verhindern, dass das Baufeld für den neuen Betriebshof von Kreuz- und Wechselkröte besetzt wird. Rund um selbiges legt die Deutsche Bahn stattdessen Biotope auf Ausgleichsflächen an.