Gespräch am Wochenende: Neue Seelsorgerin für die Gemeindebasis in Beuel

Gespräch am Wochenende : Neue Seelsorgerin für die Gemeindebasis in Beuel

Ann-Kathrin Buhl ist neue Koordinatorin des Familienzentrums am Ennert. Im Interview spricht sie über ihre Arbeit - mit Kindern und ihren Eltern.

Gibt es ein neues Angebot im Familienzentrum?

Ann-Kathrin Buhl: Ja. Wir gehen nächste Woche mit dem Projekt Kidix an den Start. Dabei handelt es sich um einen Eltern-Kind-Kurs, bei dem wir als kirchliche Einrichtung Hilfestellungen in allen Lebensfragen vermitteln wollen. Es geht um praktische Tipps für junge Mütter und Väter, Beratung zum Handling im Alltag und Erfahrungsaustausch der jungen Familien untereinander. Es geht aber auch darum, den Kleinkindern erste Kontaktmöglichkeiten – wer interessiert ist, auch zum kirchlichen Leben – zu schenken und die Kinder spielerisch und motorisch auf Trab zu halten. Den Kurs bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk an. Übrigens haben wir noch ein paar Plätze frei und nehmen weitere Anmeldungen gerne entgegen.

Was zählt außerdem zu ihren Aufgaben?

Buhl: Ich koordiniere die Lenkungsgruppe der Pfarreiengemeinschaft, die sich mit der Ausrichtung und den Inhalten unseres Wirkens beschäftigt. Ich bearbeite Förderanträge, verteile nach Absprache mit der Lenkungsgruppe Zuschüsse des Erzbistums an unsere Pfarreiengliederungen, schaffe religionspädagogisches Material an, arbeite an der öffentlichen Präsenz und suche nach neuen Kooperationspartnern.

Was versteht man unter religionspädagogischem Material?

Buhl: Zuletzt haben wir beispielsweise Bibelpuppen angeschafft. Mit diesen Puppen kann man den Kindern spielerisch Geschichten aus der Bibel erzählen und die kindliche Fantasie anregen. Es werden aber auch andere Materialien angeschafft, die sinnvoll und notwendig sind. So haben wir unsere katholischen Kindergärten mit sogenannten Tonieboxen, das sind Musikabspielgeräte mit Figuren, die Musik oder Hörspiele via Cloud laden, ausgestattet.

Haben Sie feste Bürozeiten?

Buhl: Nein. Ich arbeite sechs Stunden pro Woche für das Familienzentrum. Die Mitglieder des Seelsorgebereichs können sich per E-Mail und per Telefon mit ihren Anliegen an mich wenden. Ich bin aber auch für Menschen anderer Religionen ansprechbar, also auch für Flüchtlingsfamilien.

Wie kommt man als Studentin zu so einem Job?

Buhl: Ich bin in der Gemeinde Christ König in Holzlar groß geworden und bin der Pfarrei und den Menschen dort sehr verbunden. Nebenbei arbeite ich ehrenamtlich auch in der Gefängnisseelsorge in der Justizvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf. Mein späteres Berufsziel ist Pastoralreferentin in der Gefängnisseelsorge.

Welches Ziel haben Sie sich für die Arbeit im Familienzentrum gesetzt?

Buhl: Ich möchte dazu beitragen, dass sich das Familienzentrum am Ennert als Anlaufstelle für alle Menschen, egal ob Kinder, Jugendliche, Familien oder Senioren, deutlicher in der Öffentlichkeit etabliert. So bieten wir zum Beispiel auch Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund an, unterstützen die Jugendleiterrunden und schaffen gerne weitere Angebote für unsere Senioren.

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