Neubaugebiet Geislar-West: Neue Kindertagesstätte in Beuel eröffnet

Neubaugebiet Geislar-West : Neue Kindertagesstätte in Beuel eröffnet

52 Kinder finden künftig in der Kindertagesstätte „Rheindampfer“ im Neubaugebiet Geislar-West einen Platz. Die Kita wurde nun offiziell eröffnet.

Drei Takte vor und schon ging's hinaus aufs offene Meer: "Eine Seefahrt, die ist lustig" stimmten die kleinen Matrosen, Kapitäne, Smutje und Piraten an und so manch' ein Gast wippte schnell im Rhythmus des Liedes mit. Mit dem Seemanslied begrüßten die Kindern am Donnerstag die Gäste, die zum offiziellen Stapellauf der neuen Kindertagesstätte "Rheidampfer" nach Geislar gekommen waren.

Bereits im Mai enterten die ersten Kinder die neue dreigruppige Einrichtung im Neubaugebiet Geislar-West. Seit Anfang August werden nun 52 Kinder in drei Gruppen im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt von zehn pädagogischen Fachkräften betreut. "Bilinguale Erziehung und tiergestützte Pädagogik gehören für uns ebenso zum Alltag wie täglich frisch aus Bio-Produkten zubereitete Mahlzeiten", betont Einrichtungsleiterin Simone Runkel, die gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Shari Bajrami das Kommando an Bord hat. Unterstützt werden sie natürlich von "Kapitän Hansen". Die Handpuppe ist das Maskottchen der Einrichtung. Träger der neuen Einrichtung ist die "Terminal for Kids gGmbH", die auch die Kita "GhostShip" in der Herbert-Rabius-Straße betreibt.

Der eingeschossige "Rheindampfer", dessen Betreuungsplätze ausschließlich Kindern von Familien im Neubaugebiet Geislar zur Verfügung stehen, bietet auf 600 Quadratmetern viel Raum zum Spielen und Entdecken. Oberlichter im wellenförmigen Dach sorgen für zusätzliches Tageslicht im Inneren der vier modernen Reihenhäuser in warmen Holzfarben, die zusammen die neue Kita bilden. "Unsere Gruppenräume heißen Seewichtel, Flussriesen und Wasserzwerge", stellt Runkel das Wohnkonzept in den "Kajüten" des Schiffs vor. Daneben gibt es verschiedene Funktions- und Hygieneräume sowie Schlafräume. Das großzügig bemessene Außengelände bietet mit einem großen Klettergerüst mit Rampe, Strickleiter, Hangel-Netz und Rutsche alles, damit sich die angehenden Leichtmatrosen perfekt austoben können.

Das Konzept der neuen Betreuungseinrichtung ist ganz auf die Bedürfnisse von berufstätigen Eltern ausgerichtet. Dazu zählen nach eigenen Angaben lange Öffnungszeiten und geringe Schließzeiten sowie unterschiedliche Betreuungsmodule.

Damit es nicht zur Meuterei kommt, wird großen Wert auf eine vollwertige Ernährung der "Schiffsmannschaft" gelegt. An Bord kommen nur frische Lebensmittel aus biologischem und regionalem Anbau auf den Tisch, die täglich frisch in der Kombüse verarbeitet werden.

Zudem legt der Träger Wert darauf, dass die Kinder regelmäßig Kontakt zu Tieren haben. Dafür kommen immer wieder Therapiehunde in die Kindertagesstätte "Auf der Rötschen". Außerdem besuchen Kinder und Pädagogen regelmäßig einen Kinderbauernhof. Daneben wird an Bord der neuen Einrichtung Wert auf eine musikalische Früherziehung gelegt. Außerdem gibt es im Bordprogramm Yogakurse sowie verschiedene Kunstprojekte.