Freiwilligenagentur Bonn: Neue Gesichter für die Galerie

Freiwilligenagentur Bonn : Neue Gesichter für die Galerie

Fröhliche Lieder und Kinderlachen erfüllten das Rathaus in Beuel. Dazu jede Menge vergnügte Menschen. Denn es gab etwas zu feiern: drei neue Plakate mit Gesichtern für die Engagement-Galerie. Zu ihrem fünfjährigen Bestehen hatte die 2007 gegründete Freiwilligenagentur der Stadt Bonn die Galerie ins Leben gerufen, um Menschen zu zeigen, die sich in und für Bonn und die Bonner engagieren. Jedes Jahr kommen neue Plakate hinzu.

„Wir freuen uns, das unglaubliche Engagement der Menschen in Bildern zeigen zu können. Auf den Plakaten sieht man, in wie vielen Bereichen sich ehrenamtliche Helfer einsetzen: im Sport, in den Naturwissenschaften, in der Kultur, in der Sozialarbeit“, sagte Sozialamtsleiter Kurt Berger. „Wir danken allen Freiwilligen, die sich für andere Menschen engagieren und Bonn zu dieser lebenswerten und liebenswürdigen Stadt machen“, so Berger.

„Mir macht es Spaß, mein Wissen weiterzugeben“, sagte Anton Sander. Der 14-Jährige trainiert im Projekt „Eule“ – erleben, unterrichten, lernen und experimentieren – am Friedrich-Ebert-Gymnasium mit Senioren den Umgang mit dem Computer. Er unterstützt sie bei Textverarbeitung, Bildbearbeitung und Aktivitäten im Internet. „Ich bin seit knapp eineinhalb Jahren dabei und freue mich über schöne Erlebnisse und Erfahrungen“, sagte der Oberkasseler, der in seiner Freizeit Schlagzeug spielt, Rennrad fährt und Musik mixt. „Ich habe von dem Projekt im GA gelesen und fand es spannend, dass Schüler Computerkurse geben“, sagte Frauke von Au. „Ich habe sehr viele unendlich schöne Begegnungen“, sagt von Au, die früher ebenfalls sehr lange und intensiv ehrenamtlich tätig war. Nun zieren beide Gesichter ein neues Ehrenamtler-Plakat.

Gleich eine ganze Gruppe mit Kindern und Erwachsenen ist auf dem zweiten Plakat zu sehen, nämlich die Singpaten des Projektes „Canto Elementar“ mit den Mädchen und Jungen des Kindergartens „Beueler Pänz“. Helga Hannes, Ruth Schünke, Irene Zimmermann, Dagmar Lehmacher, Sonn-Nyea Cha, Carolyn Miller-Jupp und Helmut Wilmink singen regelmäßig mit den Kleinen Kinder- und Volkslieder – so auch am Donnerstag im Rathaus. „In bin jetzt seit rund einem halben Jahr dabei und bin ganz begeistert. Wir haben so viel Spaß“, sagte Wilmink: „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir ein generationsübergreifendes Projekt unterstützen und dass dabei Volkslieder wieder belebt werden“.

Das dritte Plakat zeigt Anke Jacobi und Roswitha Klasen. Sie organisieren regelmäßig die Lebensmittelausgabe in den Räumen des Vereins für Gefährdetenhilfe (VfG). „Frau Jacobi ist immer unsere Antreiberin. Eines Tages rief sie mich an und sagte ‚wir müssen noch etwas machen‘ und lassen uns bei der Freiwilligenagentur beraten“, berichtete Klasen. Die beiden waren bereits bei einer Tafel im Einsatz.

„Bei der Freiwilligenagentur haben sie sich sehr viel Zeit genommen und wir haben die Einsatzmöglichkeiten immer weiter eingeschränkt, bis noch zwei Projekte übrigblieben. Eins davon war der VfG. Wir haben uns beide angeguckt und waren sofort sicher: das ist es“, erinnerte sich die Bonnerin. Das war vor sechs Jahren. Seitdem sind die beiden Damen beim VfG im Einsatz und mit ganzem Herzen und viel Freude dabei. „Wir haben derzeit rund 180 Kooperationspartner und rund 2000 erfolgreiche Vermittlungen“, sagte Ute Stockhausen von der Freiwilligenagentur.