Kriminalstatistik in Beuel: Mehr Raddiebstähle in Beuel

Kriminalstatistik in Beuel : Mehr Raddiebstähle in Beuel

Die Kriminalität in Beuel hat deutlich abgenommen, das Leben im rechtsrheinischen Stadtbezirk ist somit sicherer geworden. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizei Bonn. Am Dienstag haben Spitzenvertreter des Polizeipräsidiums die Kriminalstatistik für das Jahr 2014 vorgestellt und kommentiert.

Polizeidirektor Hans-Willi Kernenbach, Leiter der Polizeiinspektion 1, war mit der Bilanz sichtlich zufrieden: "Die Anzahl der Gesamtdelikte hat im rechtsrheinischen Stadtbezirk abgenommen. Mit 4348 Fällen für 2014 verzeichnen wir 176 Delikte weniger als 2013." Die Aufklärungsquote hat um 2,7 Prozent auf 45,8 Prozent zugenommen. Allerdings liegt die Aufklärungsquote im Fünf-Jahres-Durchschnitt in Beuel bei 56,2 Prozent. Was bedeutet, dass die Zahl der aufgeklärten Fälle in den beiden vergangenen Jahren deutlich unter dem Durchschnitt lag.

Besonders die Straftaten im Bereich Wohnungsaufbrüche sind in Beuel deutlich rückläufig. Wurden 2013 noch 401 Delikte dieser Art registriert, waren es im Vorjahr nur noch 279. Diesen Rückgang führt Kernenbach auch auf die gute Aufklärungsarbeit der Polizei zurück: "Die Bürger sind wachsamer geworden und sind auch bereit, mehr Geld in die Absicherung ihres Eigentums zu investieren." Besonders bei Neubauten würden einige Kommunen schon während des Baugenehmigungsverfahrens die Hausbauer auf Sicherungsmaßnahmen für das Gebäude hinweisen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen liegt derzeit bei 11,5 Prozent. Dieser Wert stimmte Kernenbach nicht zufrieden, aber die Region Bonn wäre verkehrstechnisch so gut erschlossen, dass die Einbrecher gute Fluchtmöglichkeiten vorfinden würden.

Den milden Winter 2013/14 macht Dirk Schuster, Leiter der Kriminalinspektion III, für die starke Zunahme bei Fahrraddiebstählen verantwortlich. Die Räder seien temperaturbedingt früher aus den Winterquartieren geholt worden, weshalb die Kurve bei den Fahrraddiebstählen bereits ab Februar 2014 angestiegen sei. "Deshalb haben wir versucht, über gezielte Öffentlichkeitsarbeit die Bürger zu sensibilisieren", erklärte Schuster. Es sei wichtig, die Rahmennummer des Fahrrads zu notieren, gute Schlösser zu kaufen und die Räder nachts nicht draußen stehen zu lassen.

Die Polizei registriert auch zunehmend sogenannte Teildiebstähle. Will heißen: Diebe bauen nur die Bremsanlage oder andere Einzelteile an einem Fahrrad ab. 2014 wurden in Beuel 361 Räder als gestohlen gemeldet. Das waren 59 mehr als 2013. Die Aufklärungsquote liegt bei nur 6,1 Prozent. "Ohne Rahmennummer ist ein Diebstahl nur schwer nachzuweisen", sagte Schuster.

Deutlich zugenommen hat die Anzahl der Geschäftseinbrüche. Verzeichnete die Polizei 2013 noch 17 Einbrüche waren es 2014 bereits 30. Auffällig dabei sei die Zahl der sogenannten schnellen Einbrüche. Laut Polizei stoßen die Täter die Geschäftstür schnell auf und entwenden Ware aus der Auslage. Besonders gefragt seien Handys, Smartphones und Tabletts, so Schuster.

Der Handtaschenraub ist im rechtsrheinischen Stadtbezirk ebenfalls rückläufig. Hingegen haben die Diebstähle aus Taschen deutlich zugenommen. Von 106 registrierten Fällen in 2013 ist die Zahl auf 131 in 2014 angestiegen. Besonders während Großveranstaltungen kommt es laut Polizei zu diesen Ereignissen.

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