Pützchens Markt: Marktsplitter vom Riesenrummel

Pützchens Markt : Marktsplitter vom Riesenrummel

Der 647. Pützchens Markt ist eröffnet. Was am ersten Tag abseits der Fahrgeschäfte passierte, verraten wir hier.

  • Auf den Tag genau vor neun Jahren haben sich Natalie Dacic (26) und Ahmed Bendzinski (27) auf Pützchens Markt als Paar zusammengeschlossen, am Freitag haben sie in Poppelsdorf geheiratet. Danach ging es sofort zur Hochzeitsfeier nach Pützchen. Mit Freunden haben sie auf der Kirmes zünftig gefeiert - natürlich im Brautkleid. Zusammengebracht hat die beiden Schwester Susanne Bendzinski. Sie war 2009 die vorerst letzte Miss Pützchen, gekürt von einer Jury im Bayernzelt.
  • Karneval und Kirmes Schulter an Schulter: Die Gruppe "Schäng" mit Frontmann Winnie Lombardo und Noch-Wäscherprinzessin Ann-Kathrin I. (Buhl) sangen im Festumzug von einem Wagen herunter ihr gemeinsames Sessionslied "Dat alles bess Du". Der Jubel der Beueler war ihnen gewiss.
  • Der Beueler Schausteller Hubert "Huppermann" Markmann wurde am Freitag vom Präsidenten des Deutschen Schaustellerbunds (DSB), Albert Ritter, mit der Goldenen Ehrennadel des Historischen Schaustellerbunds ausgezeichnet, Grund für die Ehrung: Ohne "Huppermann" gäbe es den Historischen Festumzug zum Beginn des Jahrmarkts nicht. Er ist Herz und Motor des Ganzen.
  • Der Beueler Bezirksbeamte Franz Krupka wurde im Bayernzelt auf die Bühne geholt. Grund: Es ist sein 20. und letzter Pützchens Markt als Polizist. Ende des Jahres geht das bekannte Gesicht der Beueler Polizei in Ruhestand. Als Dankeschön erhielt er einen Kirmes-Teddybären.
  • Um kurz vor zwölf standen noch alle Fahrgeschäft still, Luftballons wurden noch aufgepumpt, pinke Plüschtiere aufgehängt und die letzten Gondeln geputzt. Der elfjährige Paul, einer der wenigen Besucher, die schon über die Friedensstraße schlenderten, überschlug sein Kirmesgeld. Zehn Euro von den Eltern - das reicht für eine Fahrt auf den neuen Aussichtsturm, einmal Hexentanz und das Piratenschiff. "Oh nein, dann bin ich ja schon drüber." Aber da fielen ihm glücklicherweise noch die 15 Euro ein, die ihm der Großvater zugesteckt hat. Der Jahrmarktbesuch ist gerettet.

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