Kommentar: Machen statt meckern

Kommentar : Machen statt meckern

Anwohner, Gewerbetreibende und interessierte Bürger sind aufgerufen, sich an der Debatte um die Friedrich-Breuer-Straße aktiv zu beteiligen. Dass es in der Bürgerschaft längst nicht nur Kritik, sondern auch konstruktive Anregungen und kreative Ideen gibt, hat der GA-Dialog "Beueler Treff" gezeigt. Ein Kommentar.

Wie kann das Beueler Zentrum rund um die Friedrich-Breuer-Straße attraktiver gestaltet werden? Diese Frage treibt derzeit nicht nur Politik und Verwaltung um. Auch Anwohner, Gewerbetreibende und interessierte Bürger sind aufgerufen, sich an ihrer Beantwortung zu beteiligen. Dazu lädt die Verwaltung zu einem offenen Workshop ein.

Dass es in der Bürgerschaft längst nicht nur Kritik, sondern auch konstruktive Anregungen und kreative Ideen gibt, hat der GA-Dialog "Beueler Treff" gezeigt. Auch, dass generell vieles gut läuft entlang der Friedrich-Breuer-Straße und gravierende Änderungen in der Struktur weder nötig noch erwünscht sind, darüber waren sich die Experten auf dem Podium und die Teilnehmer der Dialogveranstaltung weitgehend einig.

Große Investitionen sind schon allein nicht zu erwarten, weil es dem Beueler Zentrum in Vergleich zu anderen Teilen Bonns nicht eben schlecht geht. Trotzdem: In Sachen Verweilqualität und Charme ist noch einige Luft nach oben, hier sind kleine, kreative Mittel und auch Eigenverantwortung von Anwohnern, Gewerbe, Gastronomen und Nutzern gefragt.

Natürlich ist Bürgerbeteiligung kein Wunschkonzert, schon gar nicht in Zeiten klammer kommunaler Kassen. Und längst keine Garantie dafür, dass das Ergebnis am Ende die Mehrheit zufriedenstellt, siehe Facharztzentrum und Rathausplatzgestaltung. Wenn aber die Möglichkeit der Mitgestaltung gar nicht erst wahrgenommen wird, oder nur von wenigen immergleichen Köpfen, ist die Wahrscheinlichkeit weitaus höher. Also: Erst mitmachen, dann - wenn nötig - meckern!

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