Burg Lede in Vilich: Lyrischer Abend mit Ingritt Sachse

Burg Lede in Vilich : Lyrischer Abend mit Ingritt Sachse

Ingritt Sachse beschreibt eine Lärche in der Godesberger Augustastraße, deren lange Arme sich im Wind wiegen. Und einen Ausflug zum Weiherberg in Bremen, dessen Teufelsmoor dunkel und rau ist. "Die Ideen für meine Gedichte bekomme ich durch Beobachtungen", sagte sie.

Unter dem Motto "poetische Ansichten" las Sachse eine Auswahl ihrer Gedichte in der Burg Lede. Dazu spielte der Cellist Bernhard Zapp Improvisationen und Stücke von Bach, Berio und Ernest Bloch. Viele ihrer Gedichte hatte Sachse noch nicht veröffentlicht, sie sollen in einem dritten Gedichtband erscheinen.

"Einige sind aber fester Bestandteil meines Programms und wandern mit", sagte sie. Seit drei Jahren macht sie die lyrischen Abende auf der Burg Lede. Entstanden ist die Idee bei einem Tag des offenen Denkmals. "Ich fand es hier so toll, dass ich Burgherr Ferdinand Freiherr von der Loë nach einer Veranstaltung fragte." Der Burgherr willigte sofort ein.

"Das ist auch das Ziel einer Burg, für Gäste da zu sein", sagte er. Mittlerweile sind Sachses Lesungen in einem Salon direkt am Eingang, einmal las sie in der etwas größeren Bibliothek. "Aber in dem kleinen Raum ist das viel intimer, es lenkt nichts ab", so Sachse. Der Kontakt zu den Zuhörern sei dadurch direkter.

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