Stadt: Verkehrsmessung ohne Auffälligkeiten: "Lindenstraße ist keine Rennstrecke"

Stadt: Verkehrsmessung ohne Auffälligkeiten : "Lindenstraße ist keine Rennstrecke"

Die Messungen der Bonner Stadtverwaltung zur Verkehrssituation in der Lindenstraße in Ramersdorf haben keine Auffälligkeiten ergeben.

Das geht aus einer Stellungnahme der Verwaltung zur Sitzung der Beueler Bezirksvertretung am Mittwoch, 22. April, hervor. Es werde in der Straße laut der Messungen weder übermäßig schnell gefahren, noch sei die Verkehrsbelastung hoch, heißt es. Die Fraktion des Bürger Bunds Bonn (BBB) hatte mit einem Antrag um Bericht über die Ergebnisse gebeten.

Wie berichtet, hatten Anwohner bei einem Ortstermin mit Vertretern der Stadt und der SPD im Dezember ihre Sorge um die Sicherheit der vielen Schulkinder Ausdruck verliehen. Die Kinder, die auf dem Weg zur Ennertschule, zur Gesamtschule, zum Kardinal-Frings-Gymnasium und zum Sankt-Adelheid-Gymnasium die enge Passage queren, hätten unter dem häufigen Rasen in der Tempo-30-Zone und dem Befahren der Anliegerstraße von Ortsfremden zu leiden, hieß es damals.

Umwidmung in eine Fahrradstraße ab 2016

Daraufhin führte die Verwaltung im Januar in der Lindenstraße eine Verkehrszählung durch. Das Ergebnis: Die sogenannte "V 85", also die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der erfassten Fahrzeuge nicht überschritten wird, habe zwischen 34 und 35 Kilometern pro Stunde gelegen. Ein Blitzer löse erst ab Tempo 39 aus. Auch die Verkehrsbelastung habe deutlich unterhalb einer zu beanstandenden Größe gelegen. In keiner Stunde seien 100 Fahrzeuge durch die Lindenstraße gefahren. Die Werte wiesen an der Stelle weder eine besondere Verkehrsbelastung nach, noch sei die Lindenstraße "eine Rennstrecke".

Die SPD-Stadtverordnete Fenja Wittneven-Welter fordert trotz des Ergebnisses, das Thema Schulwegsicherheit und die Verbesserungsvorschläge der Anwohner zur teilweisen Ausweisung einer Einbahnstraße zu prüfen. "Bei einer solchen Messung kann natürlich nicht erfasst werden, wie oft die Anliegerstraße eben ohne Anliegen durchfahren wird", so Fenja Wittneven-Welter. Als ersten Schritt zur Verbesserung der Verkehrssituation wertet sie die geplante Umwidmung der Lindenstraße in eine Fahrradstraße ab 2016.

Mehr von GA BONN