"Bonner Bogen": Lieblingsarbeitsplatz mit Naturblick

"Bonner Bogen" : Lieblingsarbeitsplatz mit Naturblick

Der "Bonner Bogen" im rechtsrheinischen Stadtbezirk Beuel ist nicht nur aus städtebaulicher Sicht ein Aushängeschild der Bundesstadt. Auch als sogenannter "grüner Arbeitsplatz" steht er in der Gunst von Investoren und Arbeitnehmern hoch im Kurs.

Das hat jetzt die Diplomarbeit von Ina Schäffer ergeben. Die Geografiestudentin aus Bonn hat für ihrer Arbeit "Grüne Infrastruktur in der Bundesstadt Bonn -

Standortfaktor und Potenzial für das Standortmarketing" zahlreiche Expertengespräche mit Bonner Akteuren geführt. Ergebnis: Bezüglich einer Standortentscheidung seitens von Investoren und bezüglich einer Standortvermarktung spielt eine grüne Infrastruktur eine immer wichtigere Rolle.

Betont wurde seitens der Befragten allerdings, dass das Thema "Grün" nicht für sich allein steht, wenn ein Standort einen Vorteil und ein Vermarktungspotenzial bieten soll, sondern Grün müsse an andere Themen wie Gesundheit, Nachhaltigkeit oder Erholung gekoppelt werden. Und genau diese Verbindung spiegele sich in den qualitativ hochwertigen Firmenansiedlungen im "Bonner Bogen" wider.

Bislang wurde - so die Mehrheit der Experten - der Bedeutung und dem Mehrwert von Grünelementen in der Bundesstadt Bonn jedoch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. "Die “Grüne Infrastruktur„ hat besonders in jenen Städten eine große Bedeutung als Standortfaktor, in denen der Anteil der Bevölkerung in Wirtschaft und Verwaltung mit überdurchschnittlich hohem Einkommen besonders groß ist.

Diese Besserverdienenden stellen an Arbeits- und Wohnort ganz besondere Ansprüche, zu denen neben dem persönlichen Sicherheitsempfinden, das kulturelle Angebot und mit zunehmendem Anteil auch das Erholungsangebot in Form von grünen Stadtstrukturen gehört", erklärte Karl-Heinz Erdmann, Professor für Geografie an der Universität Bonn.

Die Stadt Bonn sei deshalb gut beraten, diesem Standortfaktor in Zukunft eine größere Aufmerksamkeit zu schenken als dies in der Vergangenheit geschehen sei.

So hätten sich in den zurückliegenden Jahren in Bonn einige Unternehmen nur deshalb angesiedelt, weil neben dem ansonsten stimmigen Umfeld auch der grüne Standortfaktor überzeugen konnte, so Erdmann. Der "Bonner Bogen" sei das beste Beispiel für diese Entwicklung.

Um verstärkte Einblicke in die Bedeutung der grünen Infrastruktur als Standortfaktor zu erlangen, untersucht Ina Schäffer derzeit im Rahmen einer Doktorarbeit die Thematik auf NRW-Ebene. Damit soll insbesondere die Bedeutung grüner Stadtelemente in unterschiedlich strukturierten Beschäftigungsräumen ermittelt werden.

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