SPD-Ortsbegehung in Geislar: Lautes Gerumpel auf der Geislarstraße

SPD-Ortsbegehung in Geislar : Lautes Gerumpel auf der Geislarstraße

Werktags geht es früh los mit dem Gerumpel auf der Geislarstraße. Auf Höhe der Hammstraße ist der Belag an zwei Stellen aufgepflastert - eigentlich, um den Verkehr zu beruhigen. Stattdessen verursachen die Baustellen-Lastwagen durch diese Erhöhungen laute Geräusche.

"Das wird immer schlimmer und immer lauter", sagte Vera Horbach. Baustellen gibt es nämlich genug durch die beiden Neubaugebiete, die es schon gibt, und ein drittes, das jetzt ansteht.

Ob die Risse an ihrem Haus in den letzten Jahren durch die Schwingungen entstanden sind, die bei jedem Lastwagen durch die Straße gehen, weiß Horbach nicht. Wundern würde es sie aber nicht. Sie und andere Anwohner erläuterten am Samstag dem Bonner SPD-Bundestagsabgeordneten und Staatssekretär Ulrich Kelber und Vertretern der Beueler SPD, welche Belastung das ständige Gerumpel für sie darstellt.

"Die Aufpflasterungen haben sich nicht bewährt", beklagte sie. Die meisten Autofahrer würden dort nicht langsamer fahren: Die Erhöhungen seien so schmal, dass man sie ungebremst passieren könne. Die Anwohner hatten sich mit dieser Angelegenheit an den Beueler SPD-Ortsverein gewandt. Deren Vorsitzender Andreas Hartl und der Bezirksverordnete Ingo Holdorf hatten das Treffen am Samstag anberaumt und waren für Anregungen seitens der Bürger offen.

Die wünschten sich eine andere Form der Verkehrsberuhigung. Schon eine durchgehende Aufpflasterung statt zweier Hubbel für jede Fahrbahnseite würden Autofahrer abbremsen. Aber das Lärmproblem wäre damit nicht behoben. Vorschläge waren versetzte Parktaschen, eine künstliche Fahrbahnverengung mit Bepflanzung, eine LED-Geschwindigkeitsanzeige oder auch einen Blitzer. All das sei aber mit Kosten verbunden, sagte Holdorf. Er berichtete von Verkehrsmessungen im Herbst an der Geislarstraße. Bei der Stadt wolle die SPD in Erfahrung bringen, was da gemessen wurde. Daneben wolle man prüfen lassen, was in Geislar machbar ist.

Daneben wurden weitere Themen angesprochen. Die Verengung der Geislarstraße auf Höhe der Hausnummern 69 bis 90 sei zu eng für Fußgänger, sagte der Bürgervereinsvorsitzende Serge Mpouma: Kinderwagen müssten dort über die Straße geschoben werden, auch für Rollatoren sei zu wenig Platz, und die Stelle mache den Schulweg für Kinder gefährlich.

Kelber gab auch eine planerische Einschätzung ab. Man könne über Mini-Kreisel und Einbahnstraßenregelungen sowie über Lösungen für den Schleichverkehr nachdenken, sagte er. Ihm ging es auch um die Lärmbelästigung, die unter anderem durch den dreispurigen Ausbau der A565 und die Pläne zur S13 ausgehen. Zum Fluglärm des Flughafens Hangelar bemängelte er, "dass der Druck auf die Einhaltung der Vorgaben nicht hoch genug ist". Das treffe vor allem die Geislarer. Man müsse mehr Rücksicht auf die Einwohner nehmen.

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