Bonner Haus-zu-Haus-Beratung: Kampagne zur Heizungssanierung

Bonner Haus-zu-Haus-Beratung : Kampagne zur Heizungssanierung

Wie gerufen kam Sabine Heitmüller die Haus-zu-Haus-Beratung, die die Bonner Energie Agentur gemeinsam mit der Verbraucherzentrale jetzt in Hoholz und Holtorf anbietet. Umso besser, dass der Service die Hauseigentümer im Bonner Osten dank eines Zuschusses der Energieagentur statt der üblichen 60 Euro nur die Hälfte kostet.

Die junge Frau braucht eine neue Heizung. Die Hoholzerin, die mit ihrer Familie in einem Einfamilienhaus aus den 1960er Jahren lebt, heizt das Haus mit einer 25 Jahre alten Gasheizung, "die aus ökologischen und ökonomischen Gründen ausgetauscht werden soll".

"Wir raten in diesem Fall zu einer modernen Gas-Brennwert-Therme", erklärt Stephan Herpertz der Hausbesitzerin. "Eventuell sogar in Verbindung mit einer Solarthermieanlage für die Brauchwassererwärmung."

Zuvor hatte der Diplom-Chemiker gemeinsam mit seiner Kollegin Celia Schütze von der Energieagentur die Schwachstellen der alten Anlage identifiziert: "Da waren zum einen die teils nicht isolierten Wasserrohre. Die Anlage ist zudem weit vom heutigen Stand der Technik entfernt, und mit einer neuen Brennwerttherme kann Frau Heitmüller sicher gut zehn Prozent Gas sparen."

Aber es geht nicht nur um den Gasverbrauch - die beiden Energieberater denken auch an den Strom: "Die Heizungspumpe ist ein Energiefresser; möglicherweise ist sie sogar der größte Stromverbraucher im Haus."

Wie zu Sabine Heitmüller kommen die Energieberater zu allen interessierten Haus- und Wohnungseigentümern und beraten zu regenerativen Energien, Wärmeschutz und Fördermöglichkeiten für Sanierungen. Im Fokus der Energieberater steht der Heizungstausch, denn ab September wird auch für Heizungen das von Elektrogeräten bereits bekannte Energieeffizienzlabel eingeführt.

Die Energieprofis untersuchen auch die Dämmung des Hauses und informieren über Möglichkeiten zur Optimierung oder Sanierung. Die persönliche Beratung wird seit 2012 jährlich angeboten. Ippendorf, Venusberg und Heiderhof wurden 2012 und 2013 besucht, 2014 wurde das Angebot einmalig für ganz Bonn ausgeschrieben. "Für Hoholz und Holtorf haben wir uns wegen der großen Zahl an Häusern aus der Zeit vor 1978 entschieden. Ältere Objekte sind meist sanierungsbedürftig", erklärt Herpertz.

Der Anmeldezeitraum für die Beratung liegt zwischen dem 7. September und dem 16. Oktober. Vorerst ist das Angebot auf 80 Termine begrenzt. Anmeldung unter info@bea.bonn.de oder per Telefon unter 0228 / 77 50 60.

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