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Karnevalsparty der jungen Gesellschaft: Jan und Griet gaben den "Flüssigen" die Ehre

Karnevalsparty der jungen Gesellschaft : Jan und Griet gaben den "Flüssigen" die Ehre

"New Wave" im Bonner Karneval, frischer Wind sozusagen - das ist der junge Karnevalsgesellschaft (KG) "Die Flüssigen" mit zwölf aktiven und mittlerweile 100 inaktiven, aber im Karneval doch sehr engagierten Mitgliedern. Bei ihrer dritten Karnevalsparty in der Beueler Gaststätte "Zur Rheinbrücke" herrschte am Samstagabend beste Stimmung. Gewohnt karnevalistisch mit allem Drum und Dran wurde gefeiert.

200 feierfreudige Jecken begrüßten ausgelassen die noch junge Session. "2006 wurde die KG Die Flüssigen von Paginnen des Bonner Festausschusses gegründet. Wir sind interkulturell und auch wir Bonner gehen nach Beuel", meinte Max Heier von der KG fast ein wenig nachdenklich, trotz des Trubels in der Gaststätte um ihn herum und mit einem Augenzwinkern. "Das ist hier Kneipenkarneval pur", so Heier.

"Wir wollen vor allem Spaß haben und unorganisiert feiern. Die Künstler, die heute Abend auftreten, unterstützen alle unser Vorhaben." Das erste sehr sympathische Paar auf der Bühne, Jan und Griet, erhielten erstmal einen Flönzorden (Blutwurstorden). Jan und Griet (Ex-Bonna Anja Pohl und Thomas Bunse) wurden erst am Mittwoch in Köln zu diesen traditionellen kölschen Symbolfiguren gekürt.

Begleitet wurde das Paar von Mitgliedern des Reiterkorps Jan von Werth. Anschließend gab sich das Bonner Prinzenpaar, Verena I. und Simon I., die Ehre. Ein Flashmob enterte die Bühne und präsentierte eine von Thomas Zimmermann von der Tanzschule Lepehne-Herbst einstudierte Choreografie. Das Prinzenpaar musste natürlich (allein schon aus Platzgründen) mittanzen.

[kein Linktext vorhanden]Eine kleine heftige Debatte hat jedoch im Nachhinein der Umstand ausgelöst, dass sich Prinz Simon I. und Verena I. im Überschwang der karnevalistischen Emotionen auf der Bühne je ein süffiges Glas Kölsch gegönnt haben. Alkohol auf der Bühne? Das gehe gar nicht, sagen die Regeln des Festausschusses Bonner Karneval.

Marlies Stockhorst, die Vorsitzende der Dachorganisation für die Bonner Karnevalisten, meinte dazu: "Trinken auf der Bühne ist nicht gestattet. Kein Bier und auch kein Sekt, weil es vielleicht eleganter wirken könnte." Ein Glas Wasser sei möglich, wenn es denn sein müsse. "Aber während des Auftrittes ist der Auftritt gefragt!"

Darf das Bonner Prinzenpaar denn gar nichts mit Umdrehungen trinken, wenn es einen der rund 330 Auftritte in der aktuellen Session absolviert? Mitnichten! Prinz Simon, der seine Heimat bei den Alkoholisierten Funken hat, und Bonna Verena dürfen sehr wohl bei einem Auftritt Alkoholisches zu sich nehmen, öffentlich im Foyer oder in Gesellschaft der Gastgeber. Aber eben nicht auf der Bühne!