"Innovation Greenhaus": Innovatives Bürogebäude für den Bonner Bogen

"Innovation Greenhaus" : Innovatives Bürogebäude für den Bonner Bogen

Die Immobiliengruppe BonnVisio baut im nächsten Jahr am Bonner Bogen ein innovatives Bürogebäude, sie nennt es "Innovation Greenhaus".

Am Bonner Bogen stehen die nächsten Bauvorhaben in den Startlöchern: Investor Jörg Haas und sein Team der Immobiliengruppe BonnVisio planen ein sogenanntes „Innovation Greenhouse“ (IGH). Als dritter und letzter Baustein soll das sechsgeschossige Bürogebäude am Konrad-Zuse-Platz den südöstlichen Abschluss des Rheinviertels bilden. Vom geplanten zukünftigen Haltepunkts der Schnellbahnlinie S13 am Bahnhof Oberkassel wird das Gebäude sogar das neue Entree zum Bonner Bogen.

Den Entwurf und alle erforderlichen Unterlagen hat die DevelopVisio, die Projektgesellschaft von BonnVisio, bei der Stadt Bonn samt Bauvoranfrage eingereicht. Das IGH ist nach dem Parkhaus und dem Haus der freien Berufe der dritte Baukörper direkt am DB-Gleis. Bedingt durch den Grundstückszuschnitt präsentiert sich das Gebäude im Entwurf mit einer signifikanten Spitze Richtung Bahnhof Oberkassel.

„Das IGH wird kein klassisches Bürogebäude sein, sondern ein hoch modernes Shared Service Center mit vielfältigen Angeboten und modernster Infrastruktur“, erklärte Jörg Pierdzig, Chef-Projektentwickler für BonnVisio. Das Gebäude stelle ein Art Gewächshaus für innovative Start-ups dar. „Coworking ist eine im Silikon Valley entstandene neue Arbeitsform, bei der sich meist Freelancer und Kreative einen zeitlich flexiblen Arbeitsplatz in einem offenen, gestalteten Büro anmieten und den Vorteil des Zusammenarbeitens nutzen möchten“, sagte Pierdzig in einem Gespräch mit dem GA. Wichtig sei, dass es offene Arbeitsbereiche gebe, die die Kommunikation untereinander anregen. „In einem Coworking Space treffen Menschen aufeinander, die sich in einzelnen abgeschotteten Büros nie gesehen hätten“, so Jörg Pierdzig.

Baubeginn 2020

Der Entwurf stammt wie auch schon das Haus der freien Berufe aus der Feder des Kölner Architekturbüros GPG. Abhängig von der Dauer des Baugenehmigungsverfahrens plant der Investor einen Baubeginn für Anfang 2020. Der Bezug wäre dann voraussichtlich Ende 2021 realisierbar. Die Gesamtinvestition des Projekts liegt laut Jörg Pierdzig bei ungefähr elf Millionen Euro. 3300 Quadratmeter Bürofläche werden in dem Objekt untergebracht. Der Zugang zum Gebäude erfolgt barrierefrei von der Karl-Duwe-Straße aus. Der im Erdgeschoss geplante Marketplace samt Bistro soll allerdings einen eigenen Eingang erhalten.

Gefragt nach dem Stand der seit Jahren angekündigten exklusiven Rhein-Gastronomie, antwortet der Projektentwickler: „Zeitlich gibt es bei dem Vorhaben keine Eile. Seit fast zehn Jahren beschäftigen wir uns damit. Wir denken aktuell noch über alternative architektonische Konzepte nach und wollen dann aus verschiedenen Varianten auswählen.

Das Projekt soll den krönenden Abschluss des Bonner Bogens bilden in einer außergewöhnlichen Lage am Rhein mit unverbaubarem Blick auf das Siebengebirge.“ Seitens der Stadt Bonn existiere ein positiver Zielbeschluss für das Projekt. Allerdings müsse vor Baubeginn noch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Ein Baubeginn sei daher frühestens 2022 denkbar, so Pierdzig weiter. Diese Rhein-Gastronomie ist auf der Grünfläche am südlichen Ende des Bonner Bogens direkt an der Rheinpromenade geplant.

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