Quartiersentwicklung: Initiative will „Markt der Möglichkeiten“ in Beuel

Quartiersentwicklung : Initiative will „Markt der Möglichkeiten“ in Beuel

Die Initiative Quartiersentwicklung Beuel veranstaltet am letzten Samstag im Juni einen „Markt der Möglichkeiten“ - und zwar auf dem Pantheon-Gelände an der Siegburger Straße.

Mit einem „Beueler Markt der Möglichkeiten“ will die Initiative Quartiersentwicklung Beuel ihre bisherigen Aktivitäten in die Öffentlichkeit transportieren und für ihre Arbeit werben. „Mit diesem Angebot wollen wir unsere Ideenbörse auf eine breitere Basis stellen und ein Netzwerk zwischen allen in Beuel aktiven Gruppierungen und Vereinen aufbauen“, erklärte Werner Koch, Mitbegründer der Initiative und Vorsitzender der Gewerbe-Gemeinschaft Beuel (GGB), in einem Gespräch mit dem GA.

Bislang haben zahlreiche Gespräche auf verschiedenen Ebenen mit Politik, Verwaltung, Vereinen und Bürgern sowie zwei Initiativtreffen stattgefunden. „Zunächst einmal kann festgestellt werden, dass die Ergebnisse der ersten Bemühungen bei der Bevölkerung und den interessierten Gruppierungen sehr gut aufgenommen worden sind“, sagte Koch. Besonders sei dabei hervorgehoben worden, dass die Initiative Quartiersentwicklung Beuel einen ganzheitlichen Ansatz zur wesentlichen Aufwertung des gesamten Stadtbezirks gewählt habe.

Bürger sollen ihre Ideen einbringen können

Ebenfalls sei positiv bewertet worden, dass die Initiative kurzfristig mit Zwischenschritten und Aktionen starten und dafür Sorge tragen möchte, dass interessierte Bürger ihre Vorschläge in die Arbeit der Initiative einbringen können, so Koch weiter. Somit wird der „Beueler Markt der Möglichkeiten“ am Samstag, 29. Juni, die erste Gelegenheit bieten, die Bürgermeinung zur geplante Vitalisierung des Stadtbezirks kennenzulernen. Ort der Veranstaltung ist das Gelände der Halle Beuel, das durch den Umzug des Pantheon-Theaters auch Auslöser für die Gründung der Initiative war.

„Wir haben von Schauspiel-Intendant Bernhard Helmich und von Rüdiger Frings, Kaufmännischer Direktor des Theaters Bonn, die Genehmigung erhalten, auf dem Areal an der Siegburger Straße 42 den Markt durchzuführen“, gab Koch bekannt. Zunächst wolle man die Veranstaltung nur auf der Freifläche vor dem Pantheon-Theater planen. „Sollte die Zahl der mitmachenden Akteure so groß sein, dass wir mehr Platz benötigen, können wir auch die große Parkplatzfläche nutzen“, sagte Koch.

Die Initiative legt Wert darauf, dass das Ergebnis ihrer Bürgerbefragung keinesfalls in Konkurrenz zur Bürgerbeteiligung der Bonner Stadtverwaltung verstanden werden darf. Vielmehr will man alle gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse der Verwaltung zur Verfügung stellen, um so einen effektiven Beitrag zu der dort geleisteten Arbeit zu erbringen.

Zwei weitere Aktionen sollen noch stattfinden

Zwei weitere Aktionen, ein „Beuel-Walk“ und eine Schaufensterausstellung, sollen ebenfalls in diesem Jahr noch stattfinden. Der Spaziergang, der historische Orte und Kultureinrichtungen vom Heimatmuseum bis zum Pantheon umfassen wird, soll von Günther Schatzl geführt werden, während die Schaufensterausstellung in die Hände des Beueler Künstlers Wolfgang Hunecke gelegt werden soll. Hunecke ist in Beuel Leiter des Ateliers im Baumhaus und neues Mitglied in der Quartiersinitiative. Somit besteht die Initiative mittlerweile aus Pantheon, Junges Theater, Popfarm, Traumpalast/Brotfabrik und dem Atelier im Baumhaus.

Mit der Aufnahme der bildenden Kunst hat man nunmehr in der Initiative eine sehr große Bandbreite an Beueler Kultur vereint. Um effektiv arbeiten zu können möchte man die Initiative zumindest kurzfristig nicht mehr vergrößern. Gleichwohl möchte man sich keinem vorgetragenen Gedanken oder Idee verschließen. Im Gegenteil: „Jeder Dialog und jede fruchtbare Diskussion wird außerordentlich begrüßt“, erklärte Werner Koch.

So hat die Initiative außerdem beschlossen, schon sehr bald die neue Bonner Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger zu einem Treffen einzuladen. Des weiteren ist eine Zusammenkunft mit der Bonner Montag-Stiftung geplant.

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