Schwarzrheindorf: Haus Michael weitet seine Aktivitäten aus

Schwarzrheindorf : Haus Michael weitet seine Aktivitäten aus

Der Trägerverein des Hauses Michael hat Oberbürgermeister Ashok Sridharan 2151 Unterschriften für den Erhalt der Jugendeinrichtung überreicht. Die Unterzeichner wenden sich insbesondere gegen eine geplante Stellenstreichung.

Im Mai startet die Jugendeinrichtung „Haus Michael“ ein Pilotprojekt in Geislar: Die Offene Tür will in den Räumen der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Joseph einmal pro Woche Jugendarbeit anbieten – und zwar immer dienstags von 17 bis 20 Uhr.

Dass der Trägerverein dieses Zusatzangebot im Nachbarort stemmen kann, liegt auch daran, dass die Stadt Bonn sich entschieden hat, das Personal in der Jugendeinrichtung in Schwarzrheindorf nicht wie ursprünglich geplant um 60 Prozent von 2,5 auf eine Stelle zu reduzieren. Dieser im März beim „Beueler Treff“ des General-Anzeigers von Jugendamtsleiter Uwe Stein verkündete Verzicht wurde am Mittwochabend in der Bezirksvertretung Beuel entsprechend im Freizeitstättenbedarfsplan 2017 verankert und beschlossen.

Vor Sitzungsbeginn hat der Vorsitzende des Trägervereins, Mario Pohlscheid, Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Beuels Bezirksbürgermeister Guido Déus eine Liste mit 2151 Unterschriften überreicht. Alle Unterzeichner hatten sich gegen die geplante Stellenstreichung ausgesprochen.

„Wir sind froh, dass die Zukunft von Haus Michael gerettet ist“, sagte Pohlscheid nach der Sitzung. Der Bedarf an Jugendarbeit sei im Beueler Norden hoch – erst recht durch die Ankunft vieler Flüchtlingsfamilien.

Da Haus Michael die einzige große Offene Tür im Beueler Norden ist, haben sich die Verantwortlichen bereit erklärt, ihre Aktivitäten in der Jugendarbeit auszuweiten. „Wir werden das personell schaffen, weil sich einige Personen für eine ehrenamtliche Mitarbeit zur Verfügung gestellt haben“, sagte Mario Pohlscheid dem GA.

Nächste Woche findet eine Zusammenkunft von Vertretern des Trägervereins und Pfarrer Michael Dörr statt. Bei diesem Gespräch sollen alle Fragen einer möglichen Zusammenarbeit geklärt und ein Vertrag zur Anmietung des Raums unterhalb der katholischen Kirche unterzeichnet werden. „Wir werden dann ab Mai dienstags eine Fachkraft für drei Stunden nach Geislar entsenden. Im Haus Michael wird dafür ein Ehrenamtler mit der anderen Fachkraft die Jugendarbeit in Schwarzrheindorf fortsetzen“, erläuterte Pohlscheid.

Das Angebot in Geislar ist erst einmal auf einige Monate begrenzt. „Danach werden wir uns zusammensetzen und besprechen, ob die Nachfrage das Aufrechterhalten des Angebots rechtfertigt“, sagte der Vorsitzende des Trägervereins.