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Gewerbe-Gemeinschaft: Händler haben die Kosten wieder im Griff

Gewerbe-Gemeinschaft : Händler haben die Kosten wieder im Griff

Der im vergangenen Jahr eingeschlagene Sparkurs der Gewerbe-Gemeinschaft Beuel (GGB) trägt Früchte: Vorsitzender Paul Ahrens verkündete am Dienstagabend während der Mitgliederversammlung im Hotel Willkens, dass die Händlerorganisation finanziell wieder in der Spur ist. Die Jahresabrechnung für 2011 hatte wegen erheblicher Einnahmeverluste und hoher Kosten bei Bürgerfest und Blumenfest ein dickes Loch in die Kasse gerissen (der GA berichtete).

Kassiererin und Vorstandsmitglied Elisabeth Smillie nannte daraufhin auch Zahlen: "Im Vereinsbereich haben wir ein Plus von mehr als 11.000 Euro erwirtschaftet, im Wirtschaftsbereich hingegen ein Minus von mehr als 7.500 Euro. Der Jahresüberschuss beträgt somit rund 3.500 Euro, was dazu führt, dass wir auf unseren Konten mehr als 10.000 Euro haben."

Paul Ahrens gab als Marschrichtung für die nächsten Jahre aus: "Die schwarze Null muss als Jahresabschluss unser Ziel sein. Wir werden versuchen, die Kosten für Bürger- und Blumenfest weiter zu reduzieren."

Der Mitgliederstand dümpelt nach wie vor um die 200. "Wir sind zwar die größte Gewerbe-Gemeinschaft Bonns, aber dennoch wünsche ich mir mehr Mitglieder", so der GGB-Chef, der an alle Anwesenden appellierte, Mitglieder zu werben.

Für das Bürgerfest 2013 stehen die Zeichen laut Vorstand gut. Man sei mit der Planung so weit wie noch nie. Vize-Vorsitzender Volker Schicht erinnerte noch einmal daran, dass alle GGB-Mitglieder automatisch an der Gewerbeschau teilnehmen, wenn sie sich nicht ausdrücklich beim Vorstand abgemeldet hätten. Die Organisation der Stände obliegt wieder Markus Herter. Bis Mitte August will er mit der Planung fertig sein, damit alle Teilnehmer rechtzeitig wissen, wo ihr Stand ist.

Ahrens erklärte, dass die GGB beim Bürgerfest am Sonntag, 1. September, wieder das Rheinufer als Veranstaltungsfläche mit einbeziehen will. Auch die Agnesstraße soll Dank der Teilnahme der Josefsschule in die Aktivitäten einbezogen werden. Da auch die Brotfabrik in diesem Jahr wieder mitmacht, wird die Kreuzstraße zum Veranstaltungsgelände dazu zählen. Das Theater Marabu hat bereits seine Teilnahme zugesagt. Nun will Ahrens noch mit dem Theater der Jugend sprechen: "Wir haben so viele gute Kultureinrichtungen in Beuel, da wäre es doch schade, wenn die beim Bürgerfest nicht mitmachen würden."

Im Herbst will die GGB gemeinsam mit Vertretern von der städtischen Wirtschaftsförderung und dem Planungsamt eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Zukunft Beuel" anbieten. Der genaue Termin steht noch nicht fest. "Wir erhoffen uns davon, mehr Informationen zum geplanten Bau der Schnellbahnlinie 13 und des Maarstraßenanschlusses zu erhalten. Beide Projekte sind für Beuel enorm wichtig", so Ahrens.