Fischerfest: Großer Ansturm auf 600 Forellen in Beuel

Fischerfest : Großer Ansturm auf 600 Forellen in Beuel

Zu einem Highlight im Beueler Veranstaltungskalender hat sich das Fischerfest der Sportangler-Gemeinschaft Beuel (SAG) in den letzten Jahren entwickelt. Zum sechsten Mal fand es am Samstag statt, und von Jahr zu Jahr bietet der Verein den Besuchern mehr.

Ob die Bottemelech’s Jonge oder die beiden Modellbootvereine aus Bonn, die Freiwillige Feuerwehr aus Geislar oder der Junggesellenverein aus Vilich-Müldorf mit seiner Cocktailbar, Ponyreiten und Kinderschminken – es war für alle Besucher etwas im Programm.

Und natürlich die frischen, geräucherten Forellen, wegen denen viele Besucher an den ‚Elfgen‘, wie der See heißt, kommen. „Zählen konnten wir den Besucherstrom nicht“, berichtet der zweite Vorsitzende des Vereins, Tino Willkommen, „aber es waren weit mehr als 500 Besucher, die auf unser Gelände gekommen sind.“ So auch Helmut Müller aus Oberkassel, der sagte: „Hier hole ich mir immer frisch geräucherte Forellen, noch warm aus dem Räucherofen.“

Dass die angebotenen Forellen etwas ganz Besonderes sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Denn die Käufer kamen nicht nur aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, sondern wie man an den Autokennzeichen erkennen konnte, auch aus Köln, Leverkusen oder aus dem Bergischen.

Von Jahr zu Jahr, von Veranstaltung zu Veranstaltung – dreimal im Jahr findet ein Verkauf von geräucherten Forellen statt – muss der Verein mehr Forellen von einem speziellen Forellenzüchter einkaufen, in eine Marinade, deren Rezept geheim ist, einlegen und räuchern. Waren es zu Beginn der Fischereifeste noch 200 Forellen, so waren es in diesem Jahr 600, so der erste Vorsitzende Egbert Feldhaus. Bereits im Laufe des Nachmittags wurden die letzten geräuchert. „Wer nicht vorbestellt, der kann Pech haben“, sagte er.

„Der See hat sich trotz der Trockenheit ganz gut erholt“, berichtet Feldhaus. Im vergangenen Jahr sei der Wasserstand sehr niedrig gewesen. „Zum Glück haben wir einen Belüfter im Wasser, so dass die Fische immer ausreichend Sauerstoff bekamen.“ Man habe jedoch aus der Not eine Tugend gemacht, viel Schlamm beseitigt und an einer Stelle, mitten im See, damit eine kleine Insel gebaut, die von Gänsen und Vögeln gut angenommen werde. „Jetzt schaffen es die Füchse nicht mehr, ihnen die Eier wegzunehmen.“ Doch 30 bis 40 Zentimeter mehr Wasserhöhe könne man noch gut gebrauchen.

Zum zweiten Mal dabei und schon eine Attraktion beim Fischerfest waren die Modellbootvereine SMC und SMBF aus Bonn, die ihre selbstgebauten Boote normalerweise in der Rheinaue fahren lassen. Doch wegen der Algenplage in den Rheinauenseen müssen sie in diesem Jahr nach Rheinbach oder Asbach ausweichen. „Hier in Beuel finden wir hervorragende Möglichkeiten, uns vor zahlreichen Interessenten zu präsentieren“, so Bernhard Olbrich, Vorsitzender der Schiff-Modellbaufreunde (SMBF). Besonders Kinder freuen sich, wenn sie mal ein Boot mit einer Fernbedienung steuern und übers Wasser rasen lassen dürfen. „Dafür haben wir auch einige robuste Boote dabei, die mal einen Rempler vertragen“, sagte Olbrich. Die Erwachsenen würden sich mehr für die Technik sowie Bau und Wartung der Boote interessieren – so ein Boot sei ja nie richtig fertig. „Wir würden gerne öfter hierher kommen, doch wir stören wohl die Ruhe, die die Fische brauchen und die die Angler hier suchen.“

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