Dialog zwischen Alt- und Neubürgern: Geislarer Bürgerverein feiert Begegnungsfest

Dialog zwischen Alt- und Neubürgern : Geislarer Bürgerverein feiert Begegnungsfest

Am Samstag hat der Geislarer Bürgerverein sein Begegnungsfest gefeiert. Vor dem Vereinsheim wurde ein Zirkuszelt aufgebaut.

Das Ziel des Geislarer Bürgervereins (BV), mit einem Begegnungsfest den Dialog zwischen den Alt- und Neubürgern zu fördern, schien am Samstag gänzlich erreicht worden zu sein. Bei immerhin trockenem, teilweise sogar sonnigem Wetter war es ein ständiges Kommen und Gehen auf den Straßen rund um das vor dem Vereinsheim aufgebaute Zirkuszelt.

"Bei unserem Zirkus-Mitmach-Programm ist die Integration eines jeden Menschen selbstverständlich", hatte der Kölner Zirkus auf seiner Homepage angekündigt und löste sein Versprechen zur vollen Zufriedenheit von BV-Vorstandsmitglied Bernd Müller ein. Neben Kaffee und Kuchen im Vereinsheim zog das bunte Zirkuszelt vor allem Kinder jeden Alters in sein Manegenrund. Da es keine Aufführungszeiten gab, konnte jeder zu jederzeit einspringen und mitmachen.

Zirkus-Mitmach-Programm

Da wurde über Nagelbretter gelaufen und mutig über Flammen gesprungen. Teller konnten auf Stäben balanciert und Bälle jongliert werden. Der Applaus begeisterter Eltern war garantiert, wenn die Kinder das Erlernte als Clowns, Tellerdreher, Akrobaten oder auch als coole Rapper-Gang sowie als mutige Fakire oder feurige Limbo-Tänzer vorführten. Außerhalb des Zirkuszelts konnten die kleineren Kinder mit großen und weichen Bauklötzen nach Lust und Laune Türme und Burgen bauen oder auch kleine und große Seifenblasen aufsteigen lassen und wieder einfangen. "Es ist unglaublich, was der Bürgerverein hier alles auf die Beine stellt", sagte voller Anerkennung Arnaud Liminski, der seit dem letzten Jahr im Neubaugebiet Geislar-West wohnt. "Ich bin total gerne Geislarer", versicherte der Vater von zwei kleinen Kindern, der zwar schon seit 2011 in Geislar wohnt, aber erst durch den Umzug ins eigene Haus im Neubaugebiet die Aktivitäten des Bürgervereins so richtig wahrgenommen hat. "Es liegt einfach daran, dass bei uns im Rübengarten viele junge und aktive Familien wohnen", sagte er.

Dass er sich nichts Besseres als Geislar vorstellen könne, sagte auch Lukas Sikorski der mit Frau und drei kleinen Kindern sein Haus in der Cellitinnenstraße bezogen hat. Bernd Müller konnte sich freuen, unter vielen vertrauten auch einige unbekannte Gesichter auf dem Platz zwischen Feuerwehr und Sportplatz begrüßen zu können und Gespräche mit einigen Neubürgern führen zu können. Es sei für den BV sehr wichtig, die Neubürger mit den alteingesessenen Geislarern bekanntzumachen. Vielfach gelänge das ja bereits durch die sieben Ortsvereine. Vor allem die beiden Sportvereine Geislars hätten einen enormen Zulauf durch die Neubürger bekommen. "Wir haben in Geislar ein sehr intaktes Vereinsleben", freute sich Müller. Doch Junggesellenverein oder Männerreih seien vielleicht nicht jedermanns Sache, obwohl sich gerade diese Vereine mit Maifest oder der nun am letzten Oktoberwochenende erstmalig wieder stattfindenden Kirmes auf dem Dorfplatz in besonderer Weise auch um Gemeinschaft und Miteinander in Geislar verdient machten.

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