Maikäferfest in Oberkassel: Ganz in Ruhe über die "Kö" flanieren

Maikäferfest in Oberkassel : Ganz in Ruhe über die "Kö" flanieren

Das Angebot könnte kaum breiter sein: Von der Kettensäge bis zur Oberkasseler Schokolade konnte man auf dem Maikäferfest wieder die unterschiedlichsten Dinge erstehen.

Wobei sich der Kettensägenverkauf - wie auf einem Straßenfest auch kaum anders zu erwarten - "in engen Grenzen hielt", wie Ulrich Kleefuss vom gleichnamigen Fachgeschäft bedauerte. Die Oberkasseler Schokolade lief dafür umso besser und auch Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch konnte nicht widerstehen, eine Tafel zu kaufen. Das Oberkasseler Maikäferfest, das in diesem Jahr bereits seine 13. Auflage feiern konnte, lockte bei idealem Bummelwetter wieder Tausende in die für den Autoverkehr gesperrte Königswinterer Straße.

Den wohl kleinsten Verkaufsstand betrieb Ann-Katrin mit ihrer Freundin Philippa vor der Großen Evangelischen Kirche: Die Bücher vom "Magischen Baumhaus" hatten die beiden Elfjährigen schon wiederholt gelesen und nun wollten sie mit dem Verkauf ihr Taschengeld ein wenig aufbessern: "Na ja, der Buchverkauf läuft etwas schleppend, aber ein Tennisspiel haben wir schon an den Mann gebracht", lachen die Zwei.

Wenige Meter weiter lassen Lady Punk, Monty und Lilly erst einmal ein paar Pferdeäpfel fallen: Marie Hübel von der Ponyfarm Hülehop aus Königswinter-Vinxel sammelt Spenden für Kinder in Not. "Safe the Children" heißt das Projekt, das sie mit den Einnahmen aus dem Kinderreiten unterstützt. Und so kommt Denise in den Genuss, sich das Straßenfest vom Sattel aus ansehen zu können: "Ich liebe Pferde, und es ist toll, mal über die Königswinterer Straße zu reiten", freut sich die Sechsjährige, während Hübel das Pony sanft zur Seite dirigiert, um dem Spielmannszug des Veteranencorps Grün-Weiß Oberkassel Platz zu machen.

Auf dem Marktplatz gab es, neben Getränken, Currywurst und Waffeln auch wieder ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm: Nixen vom Märchensee, Neil-Young-Cover-Band oder Jazz - auch musikalisch dürfte fast jeder Besucher etwas nach seinem Geschmack gefunden haben. Richtig trubelig wurde es dann im Bereich zwischen Kastell- und Jacobstraße, hier waren nicht nur die meisten Läden und Stände, sondern man hatte auch Gelegenheit, sich auf ein Kölsch oder eine Limo an einen der Tische zu setzen und einfach dem bunten Geschehen zuzuschauen.

"Besonders für Kinder ist es toll hier - es wird einiges geboten. Das Straßenfest ist für Oberkassel ein enormer Gewinn", findet Tanja Landsberg während ihre Tochter Nina von "Haarmodel" Marie Diesinger bunte Strähnchen zum Anklipsen verpasst bekommt.

Trotz des regen Besuchs hielt sich das Verkehrschaos in Grenzen: Offenbar waren viele mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen. Für Autofahrer, die nicht zum Fest wollten, war eine Umleitung über die Adrianstraße ausgeschildert.