32. Herrensitzung ins Beueler Brückenforum: Für die Herrn gibt's Falkenjäger

32. Herrensitzung ins Beueler Brückenforum : Für die Herrn gibt's Falkenjäger

Im Karneval gibt es manch unsichtbare Grenze. Für die Damen lag diese gestern an der Friedrich-Breuer-Straße. Mit einem Kuss entließen viele ihre Partner aus dem Auto und sausten davon - für die Männer der Beginn eines Abends unter Gleichen.

Die Schwarz-Gelbe Jonge hatten zur 32. Herrensitzung ins Beueler Brückenforum geladen. Trotz ausverkauftem Haus zeigte sich der versierte Sitzungspräsident Wolfgang Klos wenig nervös. "Aber ich bin seit dem Nachmittag von einem Fernsehteam begleitet worden, das ist schon etwas Besonderes."

Zudem wartet heute eine weitere Moderation in Vilich-Müldorf auf ihn. Nach Alkohol im ersten Jahr setzt Klos während des fünfstündigen Programms seit sieben Jahren auf Wasser. Etwas anders verhielt sich das bei den 1000 Männern im Saal. Deshalb hatten einige für eine gute Grundlage gesorgt. "Wir essen vorher immer alle bei mir, diesmal hab' ich Kalbsbraten gemacht", sagte Hansi Zinn, dessen 26 Leute einen ganzen Tisch füllten. Der Bonner Ex-Prinz und Feuerwerker kommt seit 27 Jahren zu Schwarz-Gelb auf die Schäl Sick. Ein Grund liegt im Anfangspunkt anderer Veranstaltungen: "Ich gehe nicht gerne tagsüber auf Sitzungen." Ein anderer in der Qualität der Sitzung.

Mit seinen Jungs hatte Zinn einen guten Blick auf die Bühne, die von den Fidelen Bröhler Falkenjägern komplett ausgefüllt wurde. Auf Kommandant Michael Reusch hörte nicht nur seine Truppe, sondern auch der Saal. Seiner Aufforderung "Alle mal aufstehen und schunkeln" kamen viele nach. Das Corps als Eisbrecher funktionierte - von Literat Stephan Födisch wie immer gut geplant. Weitere Highlights waren unter anderem Bernd Stelter und Linus.

Die erste Rakete allerdings gebührte Willi Lenzen und seiner Kapelle. Die Männer begleiteten das mit "Wiiiiiiiiiiili"-Rufen. Aktuelle Ereignisse erfordern Programmanpassungen. Wer wäre geeigneter dafür als der "Mann für alle Fälle", Guido Cantz: "Ich wüsste ja, wer Nachfolger von Polizeipräsident Wolfgang Albers in Köln werden könnte. Till Schweiger hätte die Lage am Hauptbahnhof ganz alleine geregelt."

Oberkassel. "Ausverkauft" hieß es bei der 57. Narrensitzung der Ramersdorfer Junge in der Jupp-Gassen-Halle. Kein Wunder, hatte doch der ehemalige Schultheiß der Gesellschaft, Norbert Hombach, als Literat ein bemerkenswertes Programm zusammengestellt. Mit einer Mischung aus bekannten Kölner Topnummern wie Fritz Schopps als Rumpelstilzchen, Wicki Junggeburth ("Einmal Prinz zu sein") und der Band "Schäng", mit Nachwuchskräften wie Gisbert Fleumes, Willi + Ernst sowie den Big Maggas. Hinzu kamen regionale Kräften wie den Höppebeenche, Druckluft, die LiKüRa-Ehrengarde und die eigene Männertanzgruppe, die sogenannte Schlussgruppe KG. Damit bewies er ein goldenes Händchen.

Redner, Tanzgruppen, Musikgruppen - von allem etwas, war hier die Devise für die Kalkulation. "So konnten wir den Preis halten. Eintritt und Getränke wie im letzten Jahr", berichtete Hombach und ergänzte, dass auch im nächsten Jahr der Eintrittspreis gleich bleiben wird. Die Halle war blau-gelb geschmückt, die Besucher jeck kostümiert. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Passend zur kulturellen Tagesaktualität zog der Elferrat zur Musik von ?Star Wars? ein. Mit den Worten "Wir sind mit unserem Raumschiff gelandet", eröffnete der neue Schultheiß Roland Gerwing,den Abend. Gleich die erste Gruppe "De Höppebeenche" aus Bergheim brachte den Saal auf die richtige Betriebstemperatur. Und Fritz Schopps als erster Redner bewies seine Klasse unter anderem dadurch, dass er in seiner gewohnten Reimform tagesaktuell war.