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Bürgerverein Holtorf: Forderung nach Tempolimit auf der Löwenburgstraße

Bürgerverein Holtorf : Forderung nach Tempolimit auf der Löwenburgstraße

Der Verkehr auf der Löwenburgstraße war eines der heiß diskutierten Themen auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Holtorf.

"Wir brauchen auf der Löwenburgstraße Tempo 30", betonte der stellvertretende Vorsitzende Norbert Eibes. "Die Autos rasen hier durch und die Zahl der Lastwagen hat sich drastisch erhöht", sagte er. "Wie kommt es, dass in der Innenstadt nur Autos mit grüner Umweltplakette fahren dürfen und bei uns wird massenweise Feinstaub abgeladen? Außerdem haben wir Straßenschäden durch die schweren Lastwagen festgestellt. Alles Belastungen für uns als Anwohner", so Eibes.

"Wenn die Stadt eine Verkehrszählung an der Löwenburgstraße durchführt", sagte Elisabeth Schmid, die Vorsitzende des Bürgervereins, "hoffe ich, dass sie dann auch zu den Hauptverkehrszeiten das Verkehrsaufkommen zählt." Auch bei der Gestaltung des Wartehäuschens an der Haltestelle Bleibtreustraße stadteinwärts müsse etwas geschehen, so Schmid. "Die Busfahrer sehen nicht, ob jemand drinnen sitzt und fahren oft einfach durch."

Gelobt wurden die mit neuen Spielgeräten ausgestatteten Kinderspielplätze in Holtorf. Über einen Zeitraum von zwei Jahren waren sie saniert worden. Brunnenfest und Kirmes hatten laut Bericht trotz des schlechten Wetters im vergangenen Jahr ein Plus erwirtschaftet. "Auf unsere Dorffeste freuen wir uns auch in diesem Jahr wieder", verkündete Elisabeth Schmid. "Einen neuen Schausteller mit neuen Attraktionen gibt es auf der Kirmes."

Erwähnt wurde auch, dass der Altersdurchschnitt beim Seniorenfest von 85 Jahre auf 65 Jahre gesunken sei, und dass Sankt Martin beim Martinszug im November auf seinem Pferd reiten werde. Ein Heiliger Nikolaus werde allerdings noch händeringend gesucht, ein Weihnachtsbaum ebenso.

Am 27. März sollen vom THW bei einer offiziellen Einweihung acht Infotafeln auf dem Geschichtsweg zu Industriedenkmälern im Wald aufgestellt werden. Der Bürgerverein soll die Instandhaltungsarbeiten übernehmen. Die Tafeln wurden von einem Sponsor des Heimat- und Geschichtsvereins Bonn rechtsrheinisch finanziert. Auch eine Familienfahrt soll es in diesem Jahr wieder geben und zwar am neunten August. "Das Ziel steht noch nicht fest", so Schmid.

Eibes ging auch noch auf die ökologische Umgestaltung des Holzlarer Bachs und des Sees ein. "Unsere Spaziergänger wollen, dass alles so bleibt, wie es ist", meinte Eibes. Er ärgere sich über teure ökologische Gutachten, bei denen Tests zur Resonanz von Fröschen gemacht worden seien. "Damit kann ich nichts anfangen", sagte er kopfschüttelnd.

Beim Kassenbericht wurde dann nur Positives verkündet. Es gebe einen Überschuss 300 Euro, so der Kassenprüfer. "Alles bestens", meinte Ernst Höner nach Belege- und Kassenprüfung. Der Vorstand mit der Vorsitzenden Elisabeth Schmid wurde entlastet und einstimmig von 27 Wahlberechtigten wiedergewählt. Schriftführer ist Ludwig Pott, stellvertretende Kassiererin ist Ursula Mohr.

Hubert Meyers, Lutz Höhne, Günter Strack wurden zu Beisitzern gewählt, Ernst Höner und Werner Jacobs zu Kassenprüfern. Der Bürgerverein engagiert sich für die Belange der Bürger in Oberholtorf, Niederholtorf und Ungarten. Auch Brauchtumspflege und kulturelle Belange gehören zum Aufgabenspektrum des 1907 gegründeten Vereins. Er hat derzeit 155 Mitglieder.