Kommentar zu Fuchs Jerry in Geislar: Fatale Situation

Kommentar zu Fuchs Jerry in Geislar : Fatale Situation

Die Aufregung um Jerry ist verständlich. Ein Fuchs, der tagsüber bei einem im Garten steht und gar ins offene Haus läuft, macht einem Angst.

Auch wenn die Anwohner nun erfahren, dass Jerry eben Jerry ist, also zahm, geimpft und entwurmt und bislang harmlos, so ist er doch ein Wildtier.

Solange der Fuchs sich freiwillig auf dem großen Gelände seines Herrchens aufhielt, schien alles gut. Nun aber hat Jerry die Freiheit für sich entdeckt und mit seinem Auftauchen einen Stein ins Rollen gebracht, der sich kaum mehr aufhalten lässt.

Der Fuchs gilt als des Jägers Feind Nummer eins. Taucht er außerhalb der Schonzeit in Menschennähe auf, gilt er als Gefahr. Normalerweise. Jerry ist aber nicht normal.

So bringt sich das harmlose Tier nun selbst in Gefahr, weil es die Nähe des Menschen sucht. Für den Fuchs ist deshalb ein Leben außerhalb des Privatgeländes nicht mehr möglich, selbst wenn die Nachbarn dies tolerieren.

Denn die Nachricht aus dem Stadthaus und von der Jägerschaft ist so zu verstehen, dass ein Abschuss immer droht. Eine fatale Situation. Nun gibt es wohl nur noch eine Lösung, will man Jerrys Leben retten: Er muss in eine spezielle Auffangstation für Füchse umziehen. Ihm keinen Auslauf zu lassen, kann nicht die Lösung sein.

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