Erfolgreiche Premiere: Erster Beuel-Walk informierte über Kultur des Bezirks

Erfolgreiche Premiere : Erster Beuel-Walk informierte über Kultur des Bezirks

Mehr als 50 Teilnehmer zogen beim ersten Beuel-Walk von Sankt Josef aus über zehn Stationen durch die City. Dabei erfuhren sie manches, was sie noch nicht gewusst hatten.

Eine bemerkenswerte Premiere vermeldet die Initiative Quartiersentwicklung Beuel: Am Samstag folgten mehr als 50 Alt- und Neubeueler dem Aufruf, am ersten Beuel-Walk teilzunehmen. Insgesamt wurden dabei zehn Stationen mit historischer und/oder kultureller Bedeutung angesteuert.

Die Route führte die Teilnehmer vom Beueler Heimatmuseum aus zu folgenden Orten: Kirche St. Josef, Junges Theater an der Hermannstraße, Hans–Steger–Ufer, Mehlemsches Haus, Kennedybrücke, Friedrich–Breuer–Haus, Beueler Rathaus, Atelier im Baumhaus von Wolfgang Hunecke und schließlich die Brotfabrik.

„Wir haben uns ganz bewusst auf den Bereich Beuel-Mitte beschränkt, da wir im Frühjahr des kommenden Jahres einen zweiten Beuel-Walk mit dem Schwerpunkt Beuel-Ost anbieten werden“, sagte Werner Koch, Mitbegründer dieser Initiative und seit 2018 Vorsitzender der Gewerbe-Gemeinschaft Beuel. „Uns geht es darum, die Kultur in Beuel insgesamt mit allen Standorten sichtbar zu machen.“

Auch wenn dieser Spaziergang eine Premiere war, so war dies jedoch bereits die dritte Aktion der Initiative in diesem Jahr. „Zuerst gab es die Zukunftswerkstatt in der Brotfabrik. Dann kam die Schaufensterausstellung, die im Moment noch läuft, bei der Beueler Künstler in Geschäften in der Beueler City ihre Werke ausstellen. Und jetzt als dritte Veranstaltung dieser Walk“, so Koch.

Selbst Altbeueler lernen etwas dazu

Petra Clemens, Geschäftsführerin des Heimat- und Geschichtsvereins Beuel am Rhein und erfahrene Stadtführerin in Bonn, hatte diese Tour ausgearbeitet und wusste an jeder Station Altbekanntes und Neues interessant und unterhaltsam zu berichten. Am Ende des Tages räumte selbst der Altbeueler Koch ein, noch viel erfahren zu haben, was er bisher nicht wusste.

Das bestätigte auch Hauke Drefke, der aus Wuppertal stammt und seit sechs Jahren in Beuel wohnt. „Das Heimatmuseum hat den Anspruch, Neubeueler zu integrieren, und da fühlte ich mich von dieser Führung durch Beuel-Mitte angesprochen“, sagt er. Außer der Historie interessiere ihn die Entwicklung des Stadtbezirks als Quartier und die Schärfung der Marke Beuel. „Beuel hat’s“ sei ja ein netter Spruch, aber was genau habe Beuel eigentlich, fragte er sich. „Kultur zum Beispiel“, lautet jetzt seine Antwort.

„Der zweite Walk im kommenden Frühjahr wird am Güterbahnhof starten und an der Halle Beuel enden“, sagte Koch. Doch ob Petra Clemens dann wieder zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest. Derzeit erarbeitet sie eine kulturelle-kulinarische Führung durch die Gastronomie. „Auch da hat Beuel einiges zu bieten“, verspricht sie.

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