Kommentar: Erneuter Vorstoß

Kommentar : Erneuter Vorstoß

Kaum ist der 646. Pützchens Markt beendet, dreht sich alles wieder um die Zukunft des beliebten Volksfests. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch will die Zeit bis zur nächsten Kirmes nutzen, um noch einmal einen Vorstoß zur Rettung der sogenannten internen Eröffnung am Donnerstagabend zu starten.

Denn: Wer in diesem Jahr am Vorabend der Kirmes in Pützchen war, hat einen traurigen Anblick erlebt: Leere Straßen, geschlossenen Stände - ein Zustand, wie ihn sich niemand wünscht.Mit seiner Fachverwaltung und der Beueler Politik will der OB nach Wegen suchen, die den beliebten Aufwärm-Abend rechtlich absichern. Auch die Schausteller haben sich diesbezüglich positioniert: Sie haben nichts dagegen, wenn die örtlichen Vereine und die Nachbarschaft zur Einstimmung auf den Jahrmarkt schon einmal die Bierleitungen testen. Die Fahrgeschäften sollen aber nach Ansicht der Marktbeschicker bis zur Eröffnung am Kirmesfreitag geschlossen bleiben.

Gespannt sein dürfen alle Kirmesfreunde auf die Vorschläge des städtischen Marktamtes für eine mögliche Verlängerung des Jahrmarkts auf zwei Wochenenden. Dieser Prüfauftrag wurde der Stadt durch einen einstimmigen Beschluss der Bezirksvertretung Beuel aufgetragen. Wenn möglich, soll diese Neuerung zum 650-jährigen Bestehen der Kirmes im Jahr 2017 umgesetzt werden.

Ein gravierendes Problem bei einer Kirmesverlängerung ist der Unterrichtsausfall in der Marktschule. Zusätzliche schulfreie Tage sind nicht verantwortbar. Eine mögliche Lösung könnte sein: Die Sonderwache Pützchens Markt wird von der Grundschule in einen Container auf das städtische Grundstück am Holzlarer Weg verlegt. Dann könnte die Marktschule täglich bis mittags um 12 Uhr ihren Unterricht ordnungsgemäß durchführen.

Was Verwaltung und Politik nicht vergessen dürfen: Die Nachbarn rund um die Marktwiesen müssen frühzeitig in die Planungen einbezogen werden. Denn auch sie sind von jeglicher Änderung direkt betroffen.

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