Belastungen in Realschule: Eltern wollen zweites Gutachten nach Asbestfund in Beuel

Belastungen in Realschule : Eltern wollen zweites Gutachten nach Asbestfund in Beuel

Die Schulpflegschaft der Realschule Beuel traut der Stadt nicht und zweifelt das Ergebnis der Asbestuntersuchung an. Jetzt wollen sie selbst ein Gutachten in Auftrag geben.

Die Schulpflegschaft der Realschule Beuel misstraut den Ergebnissen des städtischen Fachgutachters bezüglich der Asbestbelastung im Wandputz der Schulräume und will ein zweites Gutachten. Die Stadt Bonn hatte am Dienstag mitgeteilt, dass der Gutachter in vier von 15 Wandproben eine Asbestbelastung gefunden hat. Die Verwaltung versicherte aber auch, dass keine Gefahr für Menschen ausgeht, sofern der Wandputz nicht beschädigt wird.

„Wir werden auf eigene Kosten kurzfristig einen unabhängigen Gutachter beauftragen, die Situation erneut zu bewerten. Wir wollen eine zweite Meinung einholen, um sichergehen zu können, dass für Lehrer und Schüler keine Gefahr ausgeht, wenn sie in den Klassenräumen arbeiten“, sagte Ramona Schreiter, Vorsitzende der Schulpflegschaft, dem GA am Mittwoch. Für Donnerstag hat die Stadt Bonn alle Eltern und Lehrer zu einer Informationsveranstaltung in die Realschule eingeladen. Der Termin beginnt um 16 Uhr in der Turnhalle in Vilich, Adelheidisstraße 56.

„Für den Fall, dass die Stadt Bonn die Medien zu diesem Termin nicht einladen sollte, werden wir als Schulpflegschaft die Medien einladen. Die Mehrzahl der Eltern erwartet, dass die Öffentlichkeit über die Asbestbelastung informiert wird“, erklärte Ramona Schreiter. Die Schulpflegschaft hat zudem alle Mitglieder des städtischen Schulausschusses zu dem Informationsgespräch eingeladen.

Die Eltern wollen von der Stadt Bonn zudem wissen, in welchen Klassenräumen die Proben entnommen worden sind und von welchen Räumen die vier mit Asbest belasteten Wandputzproben stammen. „Das ist für uns sehr wichtig, weil man dann klären muss, wie man sich in diesen Klassenzimmern verhalten muss, oder ob sie gar nicht mehr genutzt werden können“, so Schreiter.

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