Pänz wollen Büsche und Bäume zum Verstecken: Eltern können sich Spielplatz-Ausstattung in Beuel wünschen

Pänz wollen Büsche und Bäume zum Verstecken : Eltern können sich Spielplatz-Ausstattung in Beuel wünschen

Der Spielplatz an der Von-Pfingsten-Straße wird Anfang Mai nach Sanierung wieder eröffnet. Kinder und Eltern konnten sich die Ausstattung wünschen.

Manches Kind wünscht sich derzeit vielleicht, dass der Spielplatz an der Von-der-Pfingsten-Straße niemals fertig wird. Denn die Sanierung mit zwei Baggern ist spannend. „Eine junge Mutter hat mich neulich gebeten, die Arbeiten kurz zu unterbrechen, sonst könnte sie ihre beiden Jungs nicht vom Logenplatz hinter dem Bauzaun losreißen“, berichtete Lukas von der Stein vom Amt für Stadtgrün am Dienstag. Anfang Mai ist die Eröffnung des Spielplatzes geplant.

Die Sanierung sei dringend nötig gewesen, erläuterten von der Stein und seine beiden Kolleginnen Kirsten Sump vom Amt für Stadtgrün und Andrea Koors vom Jugendamt. Die Anlage stamme wie das umliegende Wohngebiet aus den 80er Jahren, und die Spielfläche sei zuvor noch nie saniert worden. Normalerweise sei eine Überarbeitung rund alle 15 Jahre fällig, so Koors.

Begonnen haben die Arbeiten im vergangenen Dezember. Mittlerweile stehen zwei Spieltürme, aber die fast vier Meter hohe Kletteranlage „Vogelhorst“ ist noch nicht komplett. Bis Ende dieser Woche sollen noch ein Kletternetz sowie verschiedene weitere Aufstiege montiert und die beiden Türme mit einer Taubrücke verbunden werden. Außerdem wartet die zwischenzeitlich eingelagerte alte Röhrenrutsche auf ihre Rückkehr.

Bäume spenden Schatten

Neben dem großen „Vogelhorst“ soll noch ein „Taubenhaus“ für kleinere Pänz Platz finden; eine Doppelschaukel und ein Balancierparcours mit Wackelpiste sollen das Angebot komplett machen.

Das Motto für den neuen Spielplatz lautet „Siedlungsvogel“ und kommt nicht von ungefähr: Im Vorfeld habe man nämlich im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Kinder und Eltern getrennt zu ihren Wünschen befragt und das Thema sei der erklärte Wille der zukünftigen Nutzer gewesen, so Koors. Die getrennte Befragung habe man gemacht, damit die Kinder ihre Wünsche unvoreingenommen äußern konnten und in der Tat gab es Unterschiede: Während die Erwachsenen freie Sicht forderten, um keine Angsträume entstehen zu lassen, wollten viele Kinder genau das Gegenteil: „Die wünschten sich dann viele Büsche und Bäume zum Verstecken“, berichtete Koors weiter.

Letzten Endes habe man dann eine Synthese aus allen Wünschen gefunden, sagte Sump: Es gebe viel Freifläche aber auch genug Grün. Und auch die drei großen Robinien, die im Sommer für kühlen Schatten sorgen, habe man stehen lassen.

Der Spielplatz in Beuel ist nach Angaben der Stadt einer von insgesamt rund 300 Spielflächen im gesamten Stadtgebiet. Die Kosten für die Sanierung betragen insgesamt rund 140.000 Euro.

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