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Burkhard Spinnen liest im Kalkuhl-Gymnasium: Eine Trennungsgeschichte der anderen Art

Burkhard Spinnen liest im Kalkuhl-Gymnasium : Eine Trennungsgeschichte der anderen Art

Für viel Gelächter und reichlich Spaß bei den Schülern der 6. Klassen des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums hat am Dienstagmorgen der Schriftsteller Burkhard Spinnen gesorgt. Er las in der Evangelischen Öffentlichen Bücherei aus seinem Roman "Müller hoch Drei".

"Lesen Sie jetzt das ganze Buch vor?", fragte ein Mädchen hoffnungsvoll. Spinnen las nur aus den ersten drei Kapiteln, doch die Veranstaltung war trotzdem ein voller Erfolg.

Die Lesung fand in der Reihe des "Käpt'n Book"-Lesefestes statt, die noch bis zum 11. November läuft. Burkhard Spinnen beschäftigt sich in seinen Kinderromanen besonders mit Themen wie Trennungsfamilien, Internet- oder zeitgeschichtlicher Realität und anderen aktuellen Problemen, die Kinder ab zehn Jahren beschäftigen. Die Lesestunde in der Bücherei machte Spinnen zu einer lebendigen Darbietung von Geschriebenem und arbeitete mit viel Bewegungen und Stimmimitationen, um die Kinder zu begeistern.

In seinem Buch "Müller hoch Drei" geht es um einen 13-Jährigen namens Paul Müller, der mit einem plötzlichen Wandel seiner Eltern zu kämpfen hat. "Es ist ein Roman, den ich unter anderem für Leute in eurem Alter geschrieben habe", so der Autor. Paul Müllers Eltern wollen sich trennen, doch nicht voneinander, sondern von ihm.

Nach all den Jahren sei es an der Zeit, sich mehr auf sich selbst zu konzentrieren. Deshalb haben sie kurzerhand einen Flug in die Karibik gebucht und überlassen den Jungen zu Hause sich selbst. Paul, der bisher unselbstständig und übervorsichtig war, soll nun schnell erwachsen werden und alleine zurechtkommen. Und so nimmt eine rasante und sehr schräge Familiengeschichte ihren Lauf.