Benefiz-Karnevalssitzung: Drei Beueler zeigen Herz

Benefiz-Karnevalssitzung : Drei Beueler zeigen Herz

Was sie verbindet, ist der Karneval und die Bereitschaft, kranken Kindern zu helfen. Als Karlheinz Bastian, Reiner Fritz und Hermann Messinger ihre Interessen vor drei Jahren zusammengeführt haben, ist das Projekt "Dat Bönnsche Hätz" entstanden.

Dabei handelt es sich um eine Benefiz-Karnevalssitzung zugunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher. Weil die ersten beiden Sitzungen so gut von den Bonner Bürgern angenommen worden sind, wird es am Sonntag, 11. Januar 2015, ab 13 Uhr die dritte Auflage der Wohltätigkeitsveranstaltung geben.

"Wir sind alle glücklich und dankbar, dass die Akteure wieder ohne Gage auftreten werden. Die Akzeptanz, sich für eine gute Sache zu engagieren, ist im Karneval immer noch sehr hoch", sagte Reiner Fritz. Die Akteure, die auf der Bühne der Bad Godesberger Stadthalle stehen werden, sind allesamt bekannte Kräfte aus dem rheinischen Karneval: Wicky Junggeburth, Marita Köllner, Jürgen Beckers, Karl-Heinz Jansen, Ehrengarde der Stadt Bonn, StattGarde Colonia Ahoj, Volker Weininger, Poppelsdorfer Schloss-Madämchen und Schloss-Junker sowie das Beueler Stadtsoldaten Corps. Der Eintritt kostet 18 Euro zuzüglich Gebühren. "Wir haben keine Unkosten, so dass der gesamte Erlös wieder dem Förderkreis Bonn für krebskranke Kinder und Jugendliche zugute kommen wird", sagte Hermann Messinger. Und dieser Betrag konnte sich in den Vorjahren sehen lassen: 2014 erhielt der Förderkreis 6500 Euro, 2013 gab es nach der Premiere 5000 Euro.

"Wir hoffen, dass wir beim dritten Anlauf die Stadthalle Bad Godesberg erstmals voll bekommen. Das würde mindestens 800 Gäste bedeuten. Bislang lagen wir bei ungefähr 600 Besuchern", sagte Karlheinz Bastian. Die drei Beueler Karnevalisten sind sehr froh darüber, dass Stadthallen-Pächter Thomas Weiermann ihnen den Veranstaltungsort unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Eintrittskarten für die Benefiz-Karnevalssitzung gibt es unter anderem über Bonnticket, im Brückenforum in Beuel und in allen Geschäftsstellen des General-Anzeigers, zum Beispiel am Bottlerplatz in Bonn. Die Eintrittskarte gilt auch wieder als Fahrausweis im VRS-Gebiet für die Hin- und Rückfahrt.

Förderkreis

Eltern, deren an Krebs erkrankte Kinder in der Universitäts-Kinderklinik Bonn behandelt wurden, schlossen sich Ende 1982 zu einer Selbsthilfegruppe zusammen, um gemeinsam mit den Ärzten und Schwestern der Station die damalige Behandlungssituation zu verbessern. Obwohl die Heilungschancen für krebskranke Kinder Anfang der 80er Jahre enorm zugenommen hatten, waren die damaligen Räumlichkeiten der Kinderkrebsstation wenig geeignet, die notwendige Intensivmedizin zur Behandlung krebskranker Kinder durchzuführen. Der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. hat sich dafür eingesetzt, dass dies geändert wurde.