Ein Beitrag zum Kulturleben: Das bietet der Oberkasseler Literaturherbst

Ein Beitrag zum Kulturleben : Das bietet der Oberkasseler Literaturherbst

Die Veranstaltungsreihe Oberkasseler Literaturherbst startet am 1. November und bietet zahlreiche Lesungen an vielen unterschiedlichen Orten. Ein Überblick über das Programm.

„Europa und die Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern“, so lautet das Motto des diesjährigen Literaturherbstes in Oberkassel. Klaus Busch, Klaus Großjohann und Franz-Erich Schmitz, die wieder als Organisatoren auftreten, stellten jetzt das vorläufige Programm vor. Zum 13. Mal finden diese Tage statt, die ursprünglich eine Woche gedauert hatten. „Doch dann haben wir gemerkt, dass das zu kompakt für viele interessierte Besucher ist, die nicht jeden Tag eine oder mehrere Veranstaltungen besuchen können“, erläuterte Großjohann.

In diesem Jahr finden zehn Lesungen vom 1. bis zum 20. November statt. Der Literaturherbst ist aus den Oberkasseler Kulturtagen hervorgegangen. „Die Lesungen haben ein eigenes Format, eine eigene Atmosphäre, und sie sprechen einen anderen Zuschauerkreis an“, erklärt Großjohann. „Und sie richten sich nicht an ein großes Publikum.“ Im Alten Rathaus, in der Weinstube, in einem Restaurant, in der Alten Evangelischen Kirche, in einer Privatwohnung und in der Evangelischen Bücherei lesen Autoren eigene Texte, oder es gibt Lesungen aus Werken bekannter Schriftsteller. Aktuelles, Klassisches und Historisches, mal ernst und mal heiter, stehen auf dem Programm, zum Teil mit musikalischer Begleitung.

„Wir drei unterstützen die Lesungen bzw. die Autoren durch den organisatorischen Rahmen und treten selber nicht in den Vordergrund“, erklärt Großjohann, der lediglich einmal am Beamer aktiv werden wird. „Unsere Hoffnung ist, dass wir durch die Auswahl der Themen und der Orte reizauslösend sind“, sagt er.

Im Mittelpunkt steht das Thema Europa

Deshalb steht das Thema „Europa“ im Vordergrund, was größtenteils durch die Auswahl der Beiträge geglückt ist. Bei einigen Veranstaltungen sind wichtige europäische Themen aus Situationen anderer europäischen Ländern eingearbeitet. „Wir wollen auch Position beziehen, den Kontakt mit fremden Menschen beleuchten“, ergänzt Busch.

Befragt zu seiner eigenen Motivation sagt Großjohann: „Wir wollen zum Kulturleben in Oberkassel etwas beitragen. Man kommt ins Gespräch mit anderen Leuten, trifft Bekannte, lernt auch neue Menschen kennen und führt anregende Gespräche.“ Für Schmitz ist seine ehrenamtliche Tätigkeit ein Ausgleich zu seinem Beruf als Maschinenbaukonstrukteur: „Wir haben von niemanden einen Auftrag, nur von uns selbst.“

Einer der Höhepunkte des Literaturherbsts wird gleich am 1. November aufgeführt: Es ist die Luther-Revue von und mit Engelbert Decker (Rezitation) sowie Thomas Bachmann (Saxofon), Bernhard Zapp (Cello) und Jan Weigelt (Klavier). Organisator Großjohanns Bewertung des Stückes: „Decker holt aus dem Material Dinge hervor, die gegen den Strich gebürstet sind.“

Programm des Oberkasseler Literaturherbstes