Baugebiet Geislar: Bürgerverein befürchtet weitere Verkehrsbelastung in Bauphase

Baugebiet Geislar : Bürgerverein befürchtet weitere Verkehrsbelastung in Bauphase

Sträucher sind bereits verschwunden, der Kampfmittelräumdienst hat den Bereich schon untersucht: Von den neuen Einfamilienhäusern ist auf der kahlen Fläche zwischen Julius-Palm-Straße im Norden, Geislarstraße im Westen und Liestraße im Süden zwar noch nichts zu sehen.

Aber ab Herbst dieses Jahres sollen im Baugebiet Geislar-West die Bagger anrollen. Bei einem Ortstermin mit Beueler Bezirksverordneten äußerten Vertreter des Bürgervereins Geislar schon einmal ihre Sorgen. Der Baustellenverkehr während der Bauphase könnte die umliegenden Straßen zu sehr belasten, so die Befürchtung.

Generell freue sich der Bürgerverein auf den Zuwachs von neuen Bewohnern, sagte dessen Vorsitzender Serge Mpouma. "Aber die Bürger treten immer wieder mit Fragen an uns heran, die den Verkehr und den aktuellen Stand der Planungen betreffen." So habe es beispielsweise den Vorschlag gegeben, die vollen Lastwagen über die Straße Auf der Rötschen zur Baustelle fahren zu lassen, die leeren über die Liestraße abfahren zu lassen. "Wir würden gerne wissen, was mit diesem Vorschlag passiert ist." Auch seien Gerüchte im Umlauf, nach denen die geplante Kita nun doch nicht gebaut werden solle.

Zudem sei zu erwarten, dass viele Familien mit Kindern in das Neubaugebiet zögen. "Wir brauchen dringend einen Bolzplatz als zusätzliche Sportstätte." Schon jetzt staue sich auf der Geislarstraße morgens häufig der Verkehr. Grund sind laut Mpouma die engen Straßenverhältnisse und Falschparker, die die Situation noch verschärften. "Für die Kinder, die dort entlang zur Schule gehen, ist dann auf dem Bürgersteig kein Platz mehr, und der Verkehr staut sich oft im gesamten Ort." Um diesem Problem Herr zu werden, wollen die Mitglieder aber zunächst einmal selbst Zettel an die parkenden Autos heften.

Mit den örtlichen Bauarbeiten für Kanal und Baustraße werde noch im Herbst dieses Jahres begonnen, hieß es auf Anfrage bei der Stadt. Eine abschließende Planung für die Verkehrslenkung während der Baumaßnahme liege allerdings noch nicht vor, sagte Andrea Schulte vom städtischen Presseamt. Daran, dass laut Bebauungsplan eine Fläche für eine Kindertagesstätte vorgesehen sei, habe sich nichts geändert.

Ende des Jahres soll dann der Umlegungsausschuss tagen, der die noch ungeordneten Flächen in sinnvolle Baugrundstücke einteilt, so dass jeder Grundstückseigentümer zu seinem Recht kommt. Die Verhandlungen mit diesen Umlegungsbeteiligten lassen aber laut Presseamt einen Abschluss des recht langwierigen Verfahrens noch in diesem Jahr zu. Rund 120 Einfamilien- und Doppelhäuser sollen im Neubaugebiet Geislar-West entstehen. Neben der Kita ist auch ein Kinderspielplatz vorgesehen.