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Beueler Initiative: Bürgen für Flüchtlingsfamilien gesucht

Beueler Initiative : Bürgen für Flüchtlingsfamilien gesucht

Es sind Bilder der Verwüstung, zerbombte Häuser, Straßen voller Trümmer und Menschen in Angst vor weiteren Anschlägen. Seit drei Jahren herrscht Bürgerkrieg in Syrien, und in der umkämpften Millionenstadt Aleppo leiden die Menschen unter Hunger und Furcht.

So auch die Verwandten von Saba und Fausi Mousstafa. "Ihre Wohnungen sind zerstört, die Kinder können nicht zur Schule gehen, sie haben kein Einkommen und somit auch kein Geld für Lebensmittel", sagt Mousstafa, der mit seiner Familie schon seit 17 Jahren in Beuel wohnt. Die Situation für die Familie seines Bruders und der Schwester seiner Frau sei unerträglich, sie sind obdachlos und halten sich nur notdürftig am Leben.

"Wir wollen der Familie Mousstafa helfen, ihre Verwandten hierher in Sicherheit zu holen", sagt Susanne Rohde von der Beueler Initiative gegen Fremdenhass. Doch das sei gar nicht so einfach, denn bevor die acht Familienangehörigen nach Deutschland ausreisen dürfen, muss für deren Lebensunterhalt gesorgt sein.

"Sie dürfen keine öffentlichen Mittel zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes, ihrer Wohnung oder Krankenversicherung in Anspruch nehmen", erklärt Rohde. Somit müssen sich Menschen bereit erklären, eine Verpflichtungserklärung für den Lebensunterhalt abgeben. Das bedeute, es werden acht Unterstützer gesucht, die pro Flüchtling für 345 Euro pro Monat - und 224 Euro für das Baby der Flüchtlinge - bürgen, erklärt Rohde. Vier seien bereits gefunden, vier weitere fehlen noch.

"Neben den Bürgen suchen wir Spender, denn auch die Flugtickets und das Startkapital müssen finanziert werden", so die Sprecherin der Initiative. Ferner werden Unterstützer gesucht, die Wohnungen für die zwei Familien zur Verfügung stellen können.

Und auch Arbeitsplätze werden dringend benötigt, die Flüchtlinge waren vor dem Krieg als Schuhmacher, Kraftfahrer und Tischler tätig. "Täglich erfahren wir von den Medien von den Zuständen im Bürgerkriegsgebiet. Jetzt ist das Leid bei uns angekommen und die Flüchtlinge bekommen einen Namen und ein Gesicht. Da müssen wir einfach helfen", sagt Rohde.

Weitere Auskunft gibt Susanne Rohde unter Telefon 0228/46 13 16 oder per E-Mail: surohde@googlemail.com.