Bonn-Holzlar: Frau überfahren - Mann flüchtet und stellt sich dann Polizei

Bonn-Holzlar : Frau nach Attacke durch Ex-Freund weiter in Lebensgefahr

Die 33-Jährige, die am Montag in Bonn-Holzlar von ihrem Ex-Partner angegriffen worden sein soll, schwebt in Lebensgefahr. Der Tatverdächtige soll am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach Auskunft der behandelnden Ärzte befindet sich die 33-jährige Frau, die am Montag in Bonn-Holzlar angegriffen worden war, weiterhin in Lebensgefahr. Das teilte die Bonner Polizei am Dienstag mit. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln das genaue Geschehen des Vorfalls. Der unter Tatverdacht stehende 48-jährige Ex-Partner der Frau macht bislang keine Angaben.

Nach ersten Erkenntnissen soll er zunächst mit seinem Auto auf die 33-Jährige zugefahren sein, als diese das Haus verließ. Laut Zeugenangaben stieg er dann aus dem Auto aus und schlug auf die Frau ein. Er soll noch am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bonn einem Haftrichter wegen versuchten Mordes vorgeführt werden.

Am Montag hatte es noch gehießen, der Mann habe versucht, seine Ex-Partnerin mit dem Auto zu überfahren. Ob es dem Mann gelang, die Frau mit dem Auto zu erfassen, ist bislang noch unklar. Dies soll nun ein Unfall-Sachverständiger klären. Nach GA-Informationen soll das Opfer mit einem größeren Stein geschlagen worden sein. Feststeht, dass die Frau lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

Der Tatverdächtige befand sich anschließend auf der Flucht, nach ihm wurde mit Hochdruck gefahndet. Am Mittag stellte er sich freiwillig auf einer Polizeiwache und wurde festgenommen. Rund 100 Beamte der Polizei aus Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis waren im Einsatz. Es wurde eine Mordkommission gegründet, vor Ort werden aktuell weiterhin Spuren gesichert. Der Tatverdächtige wird vernommen und Zeugen werden angehört.

Wie Polizeisprecher Robert Scholten dem GA vor Ort berichtete, war die Polizei im Herbst 2018 wegen häuslicher Gewalt zu dem Haus in Holzlar gerufen worden. Gegen den 48-jährigen Mann soll ein Kontaktverbot zu seiner früheren Partnerin verhängt worden sein. "Es gab bis zum heutigen Tag Schutzmaßnahmen der Polizei hier vor dem Haus", sagte Scholten weiter. Polizeibeamte fuhren in festgelegten Zeiträumen vor dem Haus der 33-Jährigen Streife, weil befürchtet wurde, dass ihr Ex-Freund dort auftauchen könnte.

Weitere Berichterstattung folgt.

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