Kitas aus Beuel: Beueler Kinder in Sankt Adelheid

Kitas aus Beuel : Beueler Kinder in Sankt Adelheid

Mehr als 70 Kinder aus den Kitas des Beueler Dekanats besuchen Sankt Adelheid. Erzieher hatten mit den Kindern die Wallfahrt vorbereitet.

„Eine Wallfahrt ist, wenn man wohin spaziert“, oder auch „wenn man eine Pause macht“, wissen einige der 76 angemeldeten meist fünfjährigen Kinder der Beueler Kindertagesstätten bei der Frage nach dem, was eine Wallfahrt ist. In den fünf Kitas aus Pützchen, Vilich, Vilich-Müldorf, Holzlar und Beuel haben die Erzieherinnen den alljährlichen Wallfahrtstag zu Ehren der Heiligen Adelheid vorbereitet. So wissen die Kinder, dass es zum Brünnchen gehen wird.

Und Justus, Ben, Julia, Tom, Lea und Raffael überschlagen sich bei der Vorstellung, was man dort alles machen könnte. „Wasserschlachten zum Beispiel“, oder „ganz viel trinken“ fällt einem der Mädchen bei den hochsommerlichen Temperaturen ein – bis auch der Satz fällt, „da werden wir singen und beten“, der vor allem der Leiterin der Kita Sankt Adelheid aus Pützchen, Conny Wissen-Klein, einen Stein vom Herzen fallen lässt. Schließlich hat sie mit den Kindern den Hintergrund der Wallfahrt, die in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Patronin Adelheid, schütze Stadt und Land“ stattfindet, eingehend besprochen. So wissen auch die meisten Kinder, dass die Heilige Adelheid vor mehr als tausend Jahren der Legende nach ihren Äbtissinnenstab in die Erde gestoßen hat und seitdem an dieser ein klarer Wasserstrahl aus dem Boden sprudelt: Der „Pütz“ – vom lateinischen „puteus“ abgeleitet – bedeutet Brunnen.

Kasperletheater zum Abschluss

Im 17. Jahrhundert wurde das Brünnchen zum Wallfahrtsort. Heute kommen insbesondere während der Wallfahrtsoktav viele Gläubige an den Ort, dessen Wasser für die Augen heilsam sein soll. Auch in diesem Jahr hat Martha Weber mit ihrem Arbeitskreis ein umfangreiches Programm für die Wallfahrtswoche vorbereitet, das noch bis zum 3. September die Bonner Schutzpatronin mit Andachten, Messen, Frauen-, Männer- und Kindertagen sowie einer Lichterprozession feiern wird. Zum Abschluss am 2. Oktavsonntag wird das Ennert-Ensemble unter Leitung von Kirchenmusikerin Marita Hersam eine Heilige Messe gestalten.

Das Pilgern der Kindertagesstätten begleitete Hersam mit der Gitarre und einigen kindgerechten Liedern zum Mitsingen. Pater Pious Alex zelebrierte in der Kapelle eine kurze, kindgerechte Andacht. Zum ersten Mal schloss der Kindertag dieses Mal mit einem Kasperletheater ab, in dem die Figurenbühne von Benno Kirmeier aus Vilich mit ihren kunstvoll aus Treibholz hergestellten Figuren das Stück „Kasperl auf Pützchens Markt und der verschwundene Gruselking“ zur Freude der Kinder vor dem Altar der Kirche zur Aufführung brachte.