Schenkung von Haus Schlesien: Beueler Heimatmuseum erhält Profi-Ausstellungsrahmen

Schenkung von Haus Schlesien : Beueler Heimatmuseum erhält Profi-Ausstellungsrahmen

Strahlende Gesichter gab es im Heimatmuseum Beuel, als kürzlich mehrere Kartons mit hochwertigem Inhalt in der Wagnergasse eintrafen. Mehr als 50 professionelle Bilderrahmen hatte das Haus Schlesien in Heisterbacherrott den Beuelern geschenkt.

„Mit unserer bisherigen Ausstattung standen wir im Heimatmuseum um einige Kategorien schlechter da. Jetzt sind wir in der glücklichen Lage, die Rahmen für die Dauerausstellung und auch für die Sonderausstellungen sowie weitere Projekte einsetzen zu können. Das bedeutet eine immense Steigerung der Professionalität in unserem Heimatmuseum“, sagte Volker Engel, Vorsitzender des Heimatvereins.

Die Verbindung zum Haus Schlesien entstand über Manfred Spata. Der Kartenexperte ist ehrenamtlich im Haus Schlesien tätig und hat kürzlich die Landkartenausstellung im Beueler Heimatmuseum kuratiert. „Das Heimatmuseum hat seltene Exponate, die nun durch die neuen Rahmen schöner präsentiert werden können und besser geschützt sind“, sagte Spata. Die Rahmen stammen aus einer geschlossenen Heimatstube. Das Museum Haus Schlesien verfügt über eine umfangreiche Sammlung schlesischen Kulturguts. Sie enthält Objekte und Dokumente, die einen Bezug zur schlesischen Landschaft, Geschichte, Kultur oder zu schlesischen Personen und Persönlichkeiten haben. Der Verein kümmert sich auch um die Sammlungen der Heimatstuben.

„Es gab einmal rund 80 ostdeutsche Heimatstuben in Deutschland, viele von ihnen sind jedoch inzwischen aufgelöst. Wir stehen für solche Sammlungen bereit und fühlen uns auch mitverantwortlich“, sagte Nicola Remig, Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums in Haus Schlesien.

Zusammenarbeit soll intensiviert werden

Auch im Beueler Rathaus gab es eine Heimatstube, die „Stolper Stube“. Die Sammlung ist inzwischen in Privatbesitz, was Remig und Spata sehr bedauern. „Die Stolper hätten sich bei uns beraten lassen können, wie professionell mit den Sammlungen umgegangen werden kann. Denn unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die Exponate nicht verloren gehen“, erklärte Remig. „Bei der Schenkung der Rahmen an die Beueler stand der Kooperationsgedanke im Vordergrund. Zum einen wollten wir helfen, wo etwas gebraucht wird, zum anderen wollen wir das Netzwerk der kleinen rechtsrheinischen Museen vertiefen“, sagte Remig.

„Wir werden die Zusammenarbeit auf jeden Fall intensivieren“, kündigte Volker Engel an. Die Mitarbeiter im Heimatmuseum freuen sich deshalb doppelt: „Dass wir die Rahmen geschenkt bekommen haben, ist ganz einfach eine großartige Sache“, brachte es Reinhold Schmerbeck auf den Punkt.

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