Gravierende Schäden: Beueler Bütt bleibt bis Herbst geschlossen

Gravierende Schäden : Beueler Bütt bleibt bis Herbst geschlossen

Die Beueler Bütt wird wohl bis Herbst dieses Jahres geschlossen bleiben. Diese Nachricht hat am Dienstag die SPD-Ratsfraktion verkündet. Auf Nachfrage des GA hat das Presseamt der Stadt Bonn diese Prognose bestätigt.

„Die Probleme in der Beueler Bütt sind so gravierend, dass die Reparaturarbeiten mit zwölf bis 15 Wochen Zeitaufwand nach Beauftragung kalkuliert worden sind. Derzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass das Verfahren bis zur Beauftragung einer Fachfirma beschleunigt wird. Wir hoffen, dass der Auftrag im Februar erteilt werden kann“, erklärte Elke Palm, Vize-Chefin des Sport- und Bäderamts. Daher sei nicht damit zu rechnen, dass die Beueler Bütt in dieser Saison noch geöffnet werden könne. Die Hallenbadsaison endet Ende Mai. „Wir haben den Vereinen schon sehr früh die Probleme und die möglichen Folgen – Wiedereröffnung erst im Herbst 2018 – geschildert“, so Palm.

Bei den jetzt geplanten Maßnahmen handelt es sich laut Stadt um eine Reparatur. „Wir haben auch die Möglichkeit einer vorgezogenen Komplettsanierung der Beueler Bütt geprüft. Diese würde aber zu einer weitaus längeren Schließzeit führen“, sagte Palm. SPD-Ratsfrau Fenja Wittneven-Welter aus Beuel fordert: „Die Stadt muss jetzt für die Beueler Schulen und Vereine schnell Lösungen aufzeigen. Es kann nicht sein, dass eine so wichtige Fähigkeit wie Schwimmen in unseren Schulen nicht vermittelt wird.“ Dazu die Stadt: „Wir haben in den Umlandgemeinden angefragt, ob dort freie Kapazitäten für Schul- und Vereinsschwimmen zur Verfügung stehen. Leider ohne Erfolg“, so Palm.

Da das Hallenbad in der Goetheallee bereits seit November geschlossen ist, würde die Schließung somit fast ein Jahr andauern. „Das wäre eine Katastrophe für das Schul- und Sportschwimmen. Uns stehen stadtweit noch das Hardtbergbad und das Frankenbad zur Verfügung. Verwaltung wie Politik wissen, dass auch bei diesen Bädern dringend Reparaturarbeiten notwendig sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Bad in die Knie geht“, so Gabi Mayer, sportpolitische Sprecherin der SPD. Der SPD drängt sich der Verdacht auf, dass die Verwaltung das Risiko des Ausfalls der Beueler Bütt bewusst eingegangen ist. Dem widerspricht die Stadt: Das Bad sei in jeder Sommerpause gewartet, gereinigt und repariert worden, um es betriebsfähig zu halten.

Fakt sei, dass die Beueler Bütt in die Jahre gekommen ist. Das Schwimmbad ist Ende der 1960er-Jahre in Betrieb genommen worden.

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