„Pützchen wettet, dass ...?“: Bei der Saalwette müssen die Männer passen

„Pützchen wettet, dass ...?“ : Bei der Saalwette müssen die Männer passen

Die Jungschützen ziehen eine Dampflok und sichern sich mit der Video-Wette den Sieg. Willi Härling gibt den Thomas Gottschalk. Der neue Termin nach Ostern zieht mehr Zuschauer an.

Das war ein beeindruckender Kraftakt: Sieben Jungschützen aus Pützchen zogen eine alte Dampflok, immerhin 78 Tonnen schwer, auf Schienen 20 Meter weit. Sie waren dafür in ein Eisenbahnmuseum in Hamm gefahren. „Richtig üben konnte man das nicht.“ Mit Klettergurten von einem Schützenbruder zerrten sie die schwere Lok hinter sich her – erfolgreich! Mit dieser vorab aufgezeichneten Aktion wurden Gerrit Alfter und seine Kumpels am Samstag Wettkönige bei der siebten Ausgabe von „Pützchen wettet, dass ...?“.

Laut Gerrits Vater Johannes Alfter, Mitinitiator der Veranstaltung, waren so viele Zuschauer wie nie im Pfarrzentrum Sankt Adelheid. „Wir mussten schon Tische nachstellen.“ Scheinbar war es eine gute Entscheidung, den Termin von Oktober auf die Zeit nach den Osterferien zu verlegen.

Moderator Willi Härling präsentierte ein unterhaltsames Programm frei nach der früheren ZDF-Show „Wetten, dass...?!“. Zu Beginn stellte er die Saalwette vor: Er wettete, dass es das Publikum nicht schafft, im Laufe des Abends ein Männerballett auf die Bühne zu bringen, das den „Schwanensee“ in Tütüs tanzt. Wenigstens acht Herren sollten dafür zusammenkommen – wenn er verlöre, würde er selber mittanzen. Die Herausforderung war allerdings zu groß: Es fand sich nicht einmal ein Mann im Ballettkleidchen.

Danach bewiesen Lars Stommel und Andreas Scheffler, beide zehn Jahre alt, wie gut sie sich im Star-Wars-Universum auskennen: Sie wussten die richtigen Namen von Figuren wie Chewbacca und Dexter Jettster, die ihnen auf einer Leinwand gezeigt wurden. Sehr erfolgreich war auch Stergios Hartmann: Der Bewohner des Therapiezentrums (TZ) Bonn in Pützchen nannte fünf Geburtstage aus einer Auswahl von 30 Mitbewohnern. Darauf habe er sich lange vorbereitet, sagte Hartmann. Es war sein erster Bühnenauftritt, da war er entsprechend aufgeregt. Das TZ hatte noch eine weitere Wette parat: Einige Bewohner würden sich zum Lied „Griechischer Wein“ in Würste verwandeln. Wie das gehen sollte? Während eines „Werbeblocks“, in dem Härling Sponsoren für die Tombola nannte, zogen sie sich um und kamen als Conchita Wurst singend auf die Bühne. Das hatte großen Unterhaltungswert.

Bereits zum zweiten Mal trat Roland Kopschetzky als Kandidat an: Er hatte bei einer früheren Show rohe Eier an eine Dachlatte genagelt. Dieses Mal sollte er zehn gekochte Eier in drei Minuten aus der Schale blasen. „Ich habe in den letzten Tagen einige Schachteln Eier verbraucht, um das einigermaßen hinzukriegen.“ Er gewann seine Wette.

Als Publikumswette steckten Zuschauer Dachlatten zu einer Brücke zusammen, die einen größeren Blumentopf tragen konnte. Im Lauf des Abends trat noch Familie Piontek mit einem Schwarzlichttheater auf, weitere Showacts waren das Häärekomitee und die Weilerswist and District Pipe Band mit Dudelsäcken und Trommeln. Nach der Tombola klang die Veranstaltung gemütlich mit einer After-Show-Party aus. Die Veranstalter waren sehr zufrieden. Man wolle beim Termin nach Ostern bleiben, sagte Alfter.

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