Theaterprojekt "Cross Over": Begeisternder Abschluss für Projekt im Jungen Theater

Theaterprojekt "Cross Over" : Begeisternder Abschluss für Projekt im Jungen Theater

Frei nach dem Funke-Roman "Herr der Diebe" haben Kinder und Jugendliche aus drei Bonner Jugendzentren ein Tanztheaterstück erarbeitet. Cross Over heißt das Projekt, bei dem es auch darum geht, ihre Persönlichkeit zu stärken.

Das Theaterprojekt „Cross Over“ fand am Sonntagnachmittag mit der Aufführung des Stückes „Der Flügel des Löwen“ im Jungen Theater Bonn (JTB) einen begeisternden Abschluss. Das Projekt war angelegt für 30 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 14 Jahren, die im Rahmen von wöchentlichen Proben Theater, Schauspiel, Kunst, Musik, Tanz, Video, Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie ästhetische Bildung entdecken konnten.

Unter professioneller Anleitung der Theaterpädagogin Evi Mürlebach und ausgewählten Dozenten (alle vom JTB) erarbeitete die Gruppe circa ein Jahr lang ein selbst entwickeltes Tanztheaterstück, frei nach dem Roman „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke. Jetzt, beim Projektende, standen alle Teilnehmer aus den drei Jugendzentren – Jugendzentrum Brüser Berg, Jugendhaus Nordstraße aus Castell, Jugendzentrum „Uns Huus“ aus der Bonner Nordstadt – gemeinsam auf der großen Bühne des JTB, um ihr Stück aufzuführen. Und sie standen an diesem Tag erstmals auf dieser Bühne.

Den ganzen Sonntag lang wurde noch einmal geprobt, damit am Nachmittag die Aufführung klappt. Viele kleine Gags hatte sich das Team einfallen lassen, um das Publikum zu unterhalten. Insbesondere die zahlreichen, beeindruckenden Tanzszenen forderten die Zuschauer geradezu zum Sonderapplaus heraus. Eine mehr als gelungene Inszenierung, die auch am Schluss mit reichlich Applaus des zahlreich erschienenen Publikums belohnt wurde.

Selbstvertrauen gewinnen

Mit „Cross Over“ führte das JTB ein interdisziplinäres Theaterprojekt durch, das Kinder und Jugendlichen Zugang zu neuen kulturellen Ausdrucksmöglichkeiten geboten hat. Das JTB hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesem Theaterprojekt Kindern zu ermöglichen, von Theater und Bildung zu profitieren. Dank der großzügigen Förderung des LVR sind für die Jugendeinrichtungen, die beteiligten Kinder und die Stadt Bonn keinerlei Kosten entstanden.

Die theaterpädagogisch geschulten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gingen selbst in die entsprechenden Stadtteile und boten das Projekt in den jeweiligen Jugendzentren an. Theaterspielen könne gerade auch Kinder und Jugendliche aus Familien, die mit Bildung, Kultur und Theater weniger zu tun haben, dazu ermutigen, sich selbst etwas zuzutrauen und sich zu entwickeln. Und genau das kam bei der Aufführung rüber: durch Selbstbewusstsein Spaß zu haben, sich etwas zuzutrauen und keine Angst vor Fehlern zu haben. Ein überaus gelungenes Projekt.

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