Beethoven-Graffiti: Liküra-Prinzessin aus Beuel

„Beethoven und Karneval“ : Porträt des berühmten Komponisten ziert elterliches Wohnhaus von Carina I. in Beuel

Ein Porträt von Bonns berühmtesten Bürger ziert jetzt das elterliche Wohnhaus der designierten Liküra-Prinzessin Carina I. (Pütz) in Oberkassel. Von der Stadtbahnlinie 66 aus können Fahrgäste das Beethoven-Porträt bewundern.

Und wieder gibt es einen schillernden Mosaikstein bei der vielschichtigen Kooperation „Beethoven und Karneval“. Wenige Wochen vor dem Start des Beethoven-Jubiläumsjahres präsentierte jetzt die Familie Pütz aus Oberkassel ein weiteres Geschenk zum bevorstehenden 250. Geburtstag des Bonner Komponisten. Die Hauswand an der Langemarckstraße ziert ein Beethoven-In dem Haus wohnt die designierte Liküra-Prinzessin mit ihren Eltern. Vater Helmut ist Vollblut-Karnevalist und Beethoven-Fan. Und was liegt da näher, als diese Leidenschaften zusammenzuführen. „Ich freue mich sehr über die Initiative meines Vaters. Beethoven und das Brauchtum Karneval passen hervorragend zusammen. Beides prägt Bonn und auch seine Bürger“, sagte Carina I. im Gespräch mit dem GA.

Zur Vorstellung des Graffiti-Gemäldes kam auch Stephan Eisel, Vorsitzender der „Bürger für Beethoven“: „Ludwig sieht nicht so streng aus, wie auf vielen anderen Porträts. Er schaut schäl-sick-verschmitzt und wirkt deshalb jugendlicher.“ Er lobte das Engagement der Familie Pütz und fragte sofort nach weiteren Aktionen.

Idee für die 11. Sinfonie

Die Tollität in Lauerstellung – ihre Krönung erfolgt am Samstag, 11. Januar – verwies auf das Sessionsmotto im Liküra-Karneval: „Im Beethovenjohr sin mer jeck wie nie, drum schrieve mer in LiKüRa die 11. Sinfonie“. Und dann kündigte die junge Frau an: „Nach meiner Krönung werde ich bei jedem Auftritt den jeweiligen Sitzungspräsidenten um eine Note bitten. Zum Ende der Session wollen wir versuchen, daraus ein Lied für Beethoven zu komponieren, sozusagen die elfte Sinfonie, die er ja nie geschrieben hat.“

Nach ihrer Krönung durch Vorgängerin Julia Scheier wird Familie Pütz tags darauf das Wappen des Liküra-Festausschusses an der Hauswand neben dem Beethoven-Bildnis befestigen. Dann ist die Hofburg der Prinzessin perfekt ausgestattet.

Was Stephan Eisel aber ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass die Hofburg an so einer zentralen Stelle in Oberkassel liegt: „Von den Stadtbahnlinien 66 und 62 können alle Fahrgäste das Porträt von Beethoven bewundern. Eine bessere Werbung fürs Beethovenjahr ist kaum vorstellbar.“ Und für Insider sei erwähnt: Das Elternhaus beherbergt den ortsbekannten „Kiosk Pütz“, Anlaufstelle für viele Oberkasseler und Stadtbahn-Fahrgäste.

Einziger Wermutstropfen bei der Story: Der Liküra-Zug am Karnevalssonntag, 23. Februar, führt nicht an der Hofburg der Tollität in Oberkassel vorbei. Er endet leider im Süden Ramersdorfs. Es sei denn, die Karnevalsfunktionäre einigen sich im Beethovenjahr auf einen Deal.

Die Krönung der 69. Liküra findet am Samstag, 11. Januar, ab 18.45 Uhr in der Aula des Kardinal-Frings-Gymnasiums in Limperich, Elsa-Brändström-Straße, statt.

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