Bauvorhaben an der Friedenstraße: Bauruine in Pützchen weicht neuem Wohnhaus

Bauvorhaben an der Friedenstraße : Bauruine in Pützchen weicht neuem Wohnhaus

An der Friedenstraße in Pützchen sollen bald elf neue Eigentumswohnungen entstehen. Von der einstigen Bauruine dort sind nur noch Trümmer übrig.

Nach der Fertigstellung der Vebowag-Wohnungen vor rund zwei Monaten soll nun auch auf dem angrenzenden Grundstück an der Friedenstraße in Pützchen gebaut werden. Dort will das Kölner Unternehmen AGE Bau ein mehrgeschossiges Haus mit elf Eigentumswohnungen errichten.

„Im März haben wir den Bauantrag bei der Stadt Bonn eingereicht“, sagte Projektleiter Togrul Eziz auf GA-Anfrage. Das Grundstück sei aber bereits im März des vergangenen Jahres gekauft worden. Dass erst jetzt der Bauantrag eingereicht worden sei, hänge mit einer längeren Planungsphase zusammen, erklärte Eziz.

Momentan ist eine Firma auf dem Gelände mit den Abrissarbeiten der alten Betonruine beschäftigt, die dort mehrere Jahre unvollendet stand. „Diese Arbeiten sind fast abgeschlossen“, sagte Eziz. Der Bau des Gebäudes war einst abrupt abgebrochen worden, anschließend eroberte sich die Natur das Grundstück zurück.

Wie berichtet, war wegen des langen Baustopps die Baugenehmigung der Stadt erloschen. Das Haus hatte selbst im Rohbau wegen seiner Größe und zwei Säulen am Eingang viele Blicke auf sich gezogen.

Vebowag nahm Abstand von Kauf

In Zusammenhang mit dem Bau von 25 öffentlich geförderten Wohnungen auf dem Grundstück neben der Ruine hatte damals auch das Bonner Wohnungsbauunternehmen Vebowag Interesse am Erwerb des Pützchener Areals gezeigt. Entsprechende Bemühungen waren aber gescheitert.

Zuletzt habe man wegen der zu kleinen Größe keinen neuen Versuch zum Kauf des Grundstücks unternommen, sagte Vebowag-Vorstand Michael Kleine-Hartlage. Geht es nach Projektleiter Togrul Eziz, soll das neue Wohnhaus ein Jahr nach erhofftem Erteilen der Baugenehmigung fertig sein.

Geplant sind Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen sowie eine Tiefgarage mit acht Plätzen. Hinzu kommen drei Stellplätze vor dem Gebäude. „Die kleinste Wohnung wird 40 Quadratmeter groß sein, die größte 110 Quadratmeter“, erläutert Eziz.

Insgesamt soll das Haus eine Gesamtwohnfläche von 1000 Quadratmetern haben und unter anderem über barrierefreie Zugänge und einen Aufzug verfügen. Nach Angaben von Eziz investiert sein Unternehmen dafür rund 3,5 Millionen Euro. Die AGE Bau arbeitet derzeit auch an Wohnbauprojekten in Köln-Poll, Bergheim-Ahe und Solingen-Ohligs.

Preise für Wohnungen stehen noch nicht fest

Verkauft werden sollen die Eigentumswohnungen durch die Bonner Immobiliengesellschaft Bonaccura. In welcher Preisklasse die Wohnungen liegen werden, steht nach Angaben von Geschäftsführer Gisbert Weber allerdings noch nicht fest.

„Das liegt daran, dass wir noch nicht wissen, welche Bauauflagen wir von der Stadt bekommen werden“, sagte Weber. Erst wenn in dieser Hinsicht alles abgeklärt sei, werde es eine Visualisierung der Eigentumswohnungen geben.

Auch Weber betonte, dass Barrierefreiheit eine große Bedeutung bei der Immobilie spielen soll: „Sie wird auf ältere Menschen ausgerichtet sein“, so der Bonaccura-Geschäftsführer. Des Weiteren werde Wert auf helle Räume und eine flexible Wohnausgestaltung gelegt. „Außerdem soll es die Möglichkeit geben, Wohnungen zusammenzulegen“, sagte Weber.

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