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Baugebiet Niederholtorf-Süd: Stadt löst Problem mit „Holtorfer See“

Sperrungen im Baugebiet Niederholtorf-Süd : Stadt Bonn löst Problem mit „Holtorfer See“

Im Baugebiet Niederholtorf-Süd scheint das Problem mit dem „Holtorfer See“ gelöst zu sein: Die Stadt baut eine Drainage für die Bauwilligen. In den kommenden Wochen gibt es erneut Sperrungen in Holforf und Ungarten.

Die Berufspendler in der Bergregion und die Bewohner von Holtorf und Ungarten müssen sich in den nächsten Tagen auf geänderte Verkehrsführungen einstellen. Wie die Stadt Bonn und die Stadtwerke Bonn (SWB) mitgeteilt haben, wird an diesem Freitag die Löwenburgstraße im Abschnitt zwischen Ungartenstraße und Burghofstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Grund für die Sperrung seit Dezember 2019 waren die für das neue Baugebiet Niederholtorf-Süd erforderlichen Kanalbauarbeiten. Sie wurden im Laufe dieser Woche mit der Asphaltierung der Straßenoberfläche abgeschlossen.

Baustelle früher fertig als geplant

Damit kann die Stadt Bonn die Baustelle deutlich früher beenden als geplant – und zwar rund zwei Monate. Was besonders die Vorsitzende des Bürgervereins, Elisabeth Schmid, freut: „Unser Dorf hat jetzt schon zum zweiten Mal das Glück, dass Großbaustellen früher fertig werden. Zuerst war die Kreiselbaustelle am anderen Ende von Holtorf deutlich früher fertig und jetzt diese Baumaßnahme ebenfalls.“ Lediglich im Gehwegbereich der Löwenburgstraße müssen noch Leitungen von Versorgungsträgern verlegt werden. Hierdurch wird es zu Teilsperrungen kommen, bei denen der Verkehr über eine Ampel geregelt wird.

Burhofstraße für drei Wochen gesperrt

Allerdings wartet in Holtorf schon die nächste Baustelle: Ab Montag, 18. Mai, wird die benachbarte Burghofstraße für circa drei Wochen voll gesperrt werden. Grund für die Sperrung der Burghofstraße sind ebenfalls Straßen- und Kanalarbeiten für das neue Wohngebiet Niederholtorf-Süd. Für die Dauer dieser Arbeiten wird der Durchgangs- und Linienbusverkehr über die Löwenburgstraße umgeleitet (siehe Kasten). Die Verkehrsumstellung – Öffnung der Löwenburgstraße, Sperrung der Burghofstraße – erfolgt im Laufe des Freitags, 15. Mai.

Mit dieser erneuten Baumaßnahme will die Stadt Bonn auch gleichzeitig das Niederschlagswasser-Problem auf dem Gelände lösen. In den beiden vergangenen Wintern haben sich aufgrund der starken Regenfälle und des dort vorhandenen stark tonhaltigen Erdbodens große Wasserflächen gebildet, die zu dem Namen „Holtorfer See“ geführt haben. Jetzt, da das Areal mit 58 Wohneinheiten bebaut werden soll, muss eine Lösung für das Wasserproblem her.

Drainageleitung im neuen Gehweg der Burhofstraße

Tiefbauamtsleiter Peter Esch und sein Team haben sich in den vergangenen Monaten mit Hochdruck um die Problematik gekümmert und um eine umsetzbare Lösung im Sinne der Anlieger bemüht. Und die Lösung, die Esch den Bauwilligen präsentiert hat, lautet: „Wir haben nach eingehender interner technischer Abstimmung beschlossen, im neu herzustellenden Gehweg der Burghofstraße eine Drainageleitung zu verlegen, die das anfallende Wasser fasst und zunächst in Richtung der Einmündung Am Waldrand leitet. Die Grundstückseigentümer können ihre Grundstücksdrainagen dann an diese Leitung anschließen und so die Wasseransammlung auf ihren Grundstücken beseitigen.“

Für den weiteren Umgang mit dem gefassten Wasser werden derzeit verschiedene Möglichkeiten sondiert. Neben der Vermessung, die das Tiefbauamt bereits durchgeführt hat, wurde ein Bodengutachten beauftragt, um festzustellen, ob eine unterirdische Versickerung in der Straße Am Waldrand möglich ist oder ob alternative Möglichkeiten zum wasserrechtlich unbedenklichen Umgang mit dem Wasser bestehen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. „Die Grundstückseigentümer können die Grundstücke jedoch losgelöst von diesen Maßnahmen während der Bauzeit in jedem Fall entwässern, indem das Oberflächenwasser in die Kanalisation gepumpt wird. Für die Bauzeit ist dies genehmigungsfähig“, so Esch.